Darum gehts
- Schüsse in Berngau: zwei Tote, Täter verschanzte sich
- Polizei umstellte Wohnhaus stundenlang
- Mitten in der Nacht überwältigte die Polizei den Täter
Bei einer routinemässigen Waffenkontrolle im bayerischen Berngau sind eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des Landratsamtes Neumarkt erschossen worden. Der mutmassliche Täter hatte sich in seinem Wohnhaus verbarrikadiert, das anschliessend stundenlang von einem grossen Aufgebot an Polizeikräften und einem Sondereinsatzkommando (SEK) weiträumig umstellt wurde.
Die Bluttat ereignete sich am Donnerstag gegen 14 Uhr, als die zwei Behördenmitarbeiter den Mann kontrollieren wollten. Laut Medienberichten handelte es sich um eine Routinekontrolle, die ohne Hinweise auf mögliche Verfehlungen durchgeführt wurde.
Im Verlauf des Termins fielen Schüsse, die für beide Kontrolleure tödlich endeten. Einsatzkräfte konnten eine der Personen erst am Abend schwerstverletzt bergen, sie erlag jedoch noch vor Ort ihren Verletzungen.
Täter in der Nacht überwältigt
Nach einer stundenlangen Belagerung des Hauses schlug die Polizei am Freitag um 2.20 Uhr zu. Die Beamten stürmten das Haus und überwältigten den Mann. Laut «Bild»-Zeitung wurde er dabei durch Schüsse am Bein verletzt. Die Polizei teilte gegen den Morgen hin mit, dass es sich beim Verhafteten um einen 60-jährigen Deutschen handle. Über das Motiv gibt sie keine Auskunft.
Neben Spezialeinheiten standen ein Polizeihelikopter sowie ein Panzerwagen im Einsatz. Für die Bevölkerung galt die Anweisung, die Häuser nicht zu verlassen und den Bereich weiträumig zu meiden.