Darum gehts
- Uno-Generalversammlung in New York: Staats- und Regierungschefs diskutieren die dringendsten Weltprobleme
- Reden von Trump, Selenski und Netanyahu zu Kriegen in der Ukraine und Gaza
- Mehr als 140 Staatschefs beraten über Lösungswege für die globalen Konflikte
In dieser Woche kommen die Staats- und Regierungschefs zur Uno-Generalversammlung in New York zusammen, um die dringendsten Probleme der Welt zu diskutieren. Die 80. Generalversammlung fällt in eine schwierige Zeit: Weltweit wüten Kriege. Nun beraten mehr als 140 Regierungschefs über Lösungswege.
Welcher Staatschefs spricht wann? Und was wird abseits von den Kriegen im Gazastreifen und in der Ukraine noch besprochen? Blick liefert den Zeitplan zur Uno-Generalversammlung.
Dienstag, 23. September
Am Dienstag wird der Uno-Sicherheitsrat eine Sitzung zum Krieg im Gazastreifen und zur Sicherheitslage im Nahen Osten abhalten. Geplant ist diese für 19 Uhr Schweizer Zeit. Eine weitere Sicherheitsratssitzung zur Ukraine steht um 22 Uhr auf dem Programm.
Im Laufe des Tages haben die Mitgliedsstaaten zudem die Möglichkeit, im Rahmen von Reden Stellung zu nehmen. Die Runde in diesem Jahr eröffnen wird der brasilianische Präsident Lula da Silva (79). Anschliessend wird US-Präsident Donald Trump (79) sprechen. Wie immer bei Trump ist unklar, wozu genau er sich äussern wird. Es könnte aber gut sein, dass er sich zu den Kriegen in der Ukraine und im Gazastreifen äussern wird. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (71) wird ans Rednerpult treten. Genauso wie die Regierungschefs von Jordanien, Katar und Ägypten.
Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (47) wird sprechen. Er wird sich voraussichtlich über die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch sein Land äussern. Am Nachmittag sieht der Zeitplan laut «New York Times» auch noch Wortbeiträge des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki (42), in dessen Land zuletzt russischen Drohnen eindrungen sind, und von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum (63) vor.
Mittwoch, 24. September
Die wichtigste Rede wird am Mittwoch wohl der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski (47) zur russischen Invasion in seinem Heimatland halten. Laut einer Erklärung eines politischen Beraters wird auch der iranische Präsident Massud Peseschkian (70) reden. Sein Debüt gibt zudem der neue syrische Präsident Ahmed al-Scharaa (42). Ausserdem kommen die Staats- und Regierungschefs zu einem Klimagipfel zusammen.
Donnerstag, 25. September
Zwar hat die US-Regierung dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas (89), und seiner Delegation keine Visa ausgestellt. Dennoch hat die Generalversammlung in einer überwältigenden Mehrheit dafür gestimmt, dass die palästinensischen Vertreter virtuell teilnehmen dürfen. Es wird auch eine vorab aufgezeichnete Erklärung von Abbas gezeigt werden.
Laut sudanesischen Medien wird auch der Premierminister des Landes, Kamil Idris (71), am Donnerstag eine Rede halten. Zudem steht eine Diskussion über künstliche Intelligenz an.
Freitag, 26. September
Am Freitag beginnt der Uno-Tag mit der Rede von Israels Premier Benjamin Netanyahu (75). Ihm folgen der chinesische Ministerpräsident Li Qiang (66), Grossbritanniens Premier Keir Starmer (63) und der indische Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar (70). Womöglich könnte auch ein Vertreter Nepals ans Mikrofon treten.
Samstag, 27. September
Am Samstag muss der kanadische Premierminister Mark Carney (60) ran. Er könnte einen Aktionsplan zum Umgang mit Trumps Zöllen vorstellen, den er gemeinsam mit Claudia Sheinbaum ausgearbeitet hat. Und auch Venezuelas Aussenminister Yvan Gil (53) wird vor der Versammlung sprechen.
Montag, 29. September
Am letzten Tag der Generalversammlung sind Statements der Taliban-Regierung aus Afghanistan und von Vertretern des Südsudans angedacht.