Saudis starten Untersuchung
Warum versagte die Luftabwehr beim Huthi-Angriff auf Riad?

Mindestens 13 Tote, über 300 Verletzte: Saudi-Arabien sucht nach dem Huthi-Angriff auf den Flughafen von Riad nach Gründen für das Versagen seiner Luftabwehr. Weitere Raketen wurden später abgefangen.
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Am Samstag kam es zum bislang verheerendsten Angriff auf den Flughafen Riad.
Foto: AFP

Darum gehts

  • 13 starben am Flughafen Riad, über 300 wurden verletzt
  • Saudi-Arabien untersucht, warum seine US-Luftabwehr versagte
  • Drohnen ebneten wendigen Raketen den Weg; drei wurden abgefangen
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Mattia JutzelerRedaktor News

Saudi-Arabien ringt noch immer mit den Folgen des verheerenden Raketenangriffs der Huthi-Miliz vom vergangenen Samstag. Mindestens 13 Menschen wurden bei der Attacke auf den internationalen Flughafen in der Hauptstadt Riad getötet. Über 300 weitere Menschen wurden verletzt.

Was die Behörden des Königreichs dabei besonders zu beschäftigen scheint: Warum hat die Luftabwehr versagt? Genauso wie viele andere Golfstaaten verfügt nämlich auch das Königreich über hochmoderne Luftabwehrsysteme aus den USA.

Mobile Geschosse der Huthis

Die Saudis haben nun eine Ermittlung eingeleitet, um potenzielle Schwächen ihrer Abwehrsysteme zu erkennen. Das bestätigen mehrere anonyme Beamte des Königreichs gegenüber der Nachrichtenagentur AP News.

Erste Ergebnisse dieser Ermittlungen würden bereits vorliegen. So habe die Huthi-Miliz wohl am Samstag im Jemen zunächst mehrere Drohnen abgefeuert, um den Weg für eine Mischung aus Marschflugkörpern und ballistischen Raketen zum Flughafen zu ebnen. Die Geschosse mussten über 1000 Kilometer weit fliegen, um Riad zu erreichen.

Die Miliz verfüge über hochentwickelte Raketen, die während des Fluges ihre Richtung ändern können. Diese Mobilität sei eine Herausforderung für die Abwehrsysteme der Saudis, so der Bericht. Noch ist unklar, ob das der einzige Grund für das Versagen der Abwehrsysteme war.

Attacke am Montag abgefangen

Seit dem tödlichen Angriff vom Samstag erklang in Riad noch mehrmals der Raketenalarm. Zu weiteren Toten kam es bisher jedoch nicht. Auch die Luftabwehrsysteme der Saudis schienen bei den weiteren Angriffen der Huthis besser zu funktionieren. So meldete etwa ein Militärsprecher am Montagabend auf der Plattform X, dass drei Huthi-Raketen über Riad erfolgreich abgefangen wurden.

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Bis Samstag bleibt der King Khalid International Airport in Riad weiterhin geschlossen, wie die Luftfahrtbehörde in einer Mitteilung schrieb. Als Grund wurden Sicherheitsüberprüfungen angegeben. Zudem haben mehrere ​Fluggesellschaften aus der Golfregion ihre Verbindungen nach Saudi-Arabien gestrichen. Qatar Airways setzte ihre ‌Flüge von und nach Riad sowie Dammam nach eigenen Angaben vorübergehend aus. Auch ‌Etihad Airways hat die Verbindungen zwischen Abu ‌Dhabi und den Städten Riad, ⁠Dschidda ⁠und Dammam bis zum 19. Oktober gestrichen.

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