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Drohne trifft Zug:Video zeigt die Explosion

Passagiere müssen flüchten
Russische Drohne trifft Zug kurz vor der Grenze zu Polen

Knapp vor der polnischen Grenze schlug am Sonntag eine russische Drohne in die Lok eines Personenzugs ein. Eine Vorwarnung dürfte Tote und Verletzte verhindert haben. Galt die Attacke westlicher Polit-Prominenz?
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Menschen verliessen in Panik den Zug. Dann schlug die Drohne ein.
Foto: RMS

Darum gehts

  • Russische Drohne traf am Sonntag Zuglok zwischen Kiew und Warschau nahe Polen
  • Dank Warnung durch das Bahnpersonal wurden keine Verletzten gemeldet
  • Einschlag nur 2 Kilometer von polnischer Grenze entfernt

Langsam senkt sich die Drohne in Richtung ihres Ziels. Dann schlägt sie ein, es kommt zur Explosion. Menschen rennen verängstigt über den Bahnsteig. Im Hintergrund steigt eine Rauchwolke auf.

Eine russische Drohne hat am Sonntag die Lokomotive eines Personenzugs auf der Strecke zwischen Kiew und Warschau getroffen. «Zum zweiten Mal in Folge greift der Feind die Eisenbahn an. Heute hat der Feind in der Region Wolhynien, 2 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, die Lokomotive eines Personenzugs getroffen», meldete das ukrainische staatliche Transportunternehmen Ukrzaliznytsia auf Telegram.

Auch Boris Johnson und Merz-Berater evakuiert

Ein für die Überwachung von Drohnenangriffen zuständiges Team der Staatsbahn warnte das Zugpersonal im Voraus vor der Bedrohung, sodass niemand verletzt wurde. «Wir überwachen ständig die Bedrohungen aus der Luft, gewährleisten den Zugverkehr und ergreifen maximale Sicherheitsmassnahmen für Fahrgäste und Bahnmitarbeiter», erklärte Ukrzaliznytsia dazu.

Ganz in der Nähe war ein Spezialzug unterwegs. An Bord: Der britische Ex-Premier Boris Johnson, Günter Sautter, ein enger Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz und weitere westliche Sicherheitsberater anderer europäischer Regierungen, Bundestagsabgeordnete, Diplomaten und Wissenschaftler. Das berichtet der «Spiegel».

Ihr Zug wurde unweit der polnisch-ukrainischen Grenze nach den Drohneneinschlägen gestoppt und evakuiert. Verletzt wurde niemand.

Boris Johnson äussert sich auf X

Der frühere CIA-Chef David Petraeus (73) befand sich laut CNN zudem zum Zeitpunkt der Drohnenattacke in einem anderen Zug am betroffenen Bahnhof. «Das ist Putins Terror, der direkt an die Türen der EU und der Nato klopft», kommentierte der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha (51) in einer Botschaft, in der er die russischen Angriffe auf den Grenzübergang Jahodyn verurteilte. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass erklärte das russische Verteidigungsministerium, seine Streitkräfte hätten Eisenbahninfrastrukturanlagen in der Westukraine angegriffen, die für den Transport von Militärgütern aus europäischen Ländern genutzt würden.

Boris Johnson verurteilte den russischen Angriff ebenfalls und schrieb in einem Beitrag an X, er wisse nicht, «welche verdrehte Logik Putin dazu getrieben hat, eine stehende ukrainische Lokomotive in die Luft zu sprengen». Petraeus und Co. hatten am Wochenende an einer internationalen Sicherheitskonferenz in Kiew teilgenommen.

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