Einschlafen vor dem laufenden Fernseher ist für viele Menschen eine alltägliche Gewohnheit – doch wie gesund ist das?
Laut Experten kann der flimmernde Bildschirm im Hintergrund den Schlaf stören. Das blaue Licht und die Geräusche des Geräts können eigentlich das Einschlafen erschweren. Dennoch geben viele an, ohne den laufenden Fernseher kaum zur Ruhe zu kommen. Warum ist das so?
«Manche Menschen können sensorische Reize wie Lärm oder Licht besser ausblenden», erklärt Aric Prather, Psychologe und Experte für Schlafstörungen, gegenüber Medonet.pl. Das könnte erklären, warum einige trotz der Reize schneller einschlafen.
Summen des TVs beruhigend
Molly Atwood von der Johns-Hopkins-Universität ergänzt: «Viele Menschen empfinden das Summen des Fernsehers als beruhigend. Es hilft, die Sinne zu zerstreuen und sich zu entspannen. Wenn wir entspannt und stressfrei sind, schlafen wir viel leichter ein.»
Angst und innerer Druck können das Einschlafen erschweren. Fernsehen hilft manchen Menschen, sich von aufdringlichen Gedanken abzulenken und dadurch zur Ruhe zu kommen.
Das sei jedoch nicht bei allen die beste Bewältigungsstrategie.
Gestörter, natürlicher Schlafrhythmus?
Das Einschlafen vor dem Fernseher wirft Fragen zur Schlafqualität und möglichen Nebenwirkungen auf. Atwood vermutet, dass Menschen, die nur beim Fernsehen abends einschlafen können, einen gestörten natürlichen Schlafrhythmus haben könnten. Anders ausgedrückt: Irgendetwas in ihrem Körper blockiert das Einschlafen.
Auch wenn es mit dem Schlafen vor dem Fernseher klappt, sollte der wahren Ursache auf den Grund gegangen werden.
TV-Konsum einschränken
Experten raten, mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen auf das Fernsehen zu verzichten und stattdessen andere Entspannungstechniken auszuprobieren. Beispiele sind Teetrinken, entspannende Musik hören oder ein Bad nehmen.
Wer nicht auf den Fernseher als Einschlafhilfe verzichten kann, sollte zumindest darauf achten, beruhigende Inhalte zu wählen, um den Schlaf nicht zusätzlich zu beeinträchtigen.
Dieser Artikel ist zuerst auf Medonet.pl erschienen. Die Plattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.