Darum gehts
- Nürnbergs Flughafen war wegen unklarer Luftnotlage gesperrt.
- Der Korfu-Flug XR456 landete, von Eurofightern begleitet.
- Entwarnung: Notfallcode könnte Defekt sein.
Am Dienstagmittag findet am Flughafen Nürnberg ein Polizeieinsatz statt. Der Flughafen ist abgesperrt, wie «Focus online» berichtet. «Wir gehen von einer mutmasslichen Luftnotlage aus. Diese ist aber noch unbestätigt», sagte ein Polizeisprecher gegenüber dem Portal.
Laut «Focus online» kam es kurz vor der Landung eines Fliegers von der griechischen Insel Korfu zu dem Polizeieinsatz. Das Flugzeug sollte gegen 12.15 Uhr planmässig in Nürnberg landen. Daten von Flightradar24 zeigen, dass der Flieger der Fluggesellschaft Corendon Airlines mit der Flugnummer XR456 um 12.16 Uhr gelandet ist. Der Polizeisprecher bestätigte gegenüber «Focus online» zudem, dass Eurofighter den von Korfu aus kommenden Flieger vor der Landung begleitet hatten.
Kurz nach 13 Uhr gab die Polizei Mittelfranken in einer Mitteilung auf X Entwarnung. «Wir erhielten die Meldung über eine unklare Luftnotlage. Bei dem Flugzeug handelt es sich um ein Linienflugzeug aus Korfu, welches planmässig in Nürnberg landete. Die Überprüfungen vor Ort haben ergeben, dass keine Gefahr besteht.»
Sichtungen von Objekt am frühen Morgen
Mehrere Flieger, die kurz darauf in Nürnberg landen sollten, wurden an andere Flughäfen umgeleitet. Wie «Bild» berichtet, soll auch das Sondereinsatzkommando SEK am Flughafen im Einsatz sein. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hatte der Flieger zuvor einen Notfallcode abgesetzt.
Bereits in den frühen Morgenstunden meldeten drei Piloten unabhängig voneinander von der Sichtung eines Objekts auf dem Flugfeld, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte.
Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete umgehend mit den Verantwortlichen des Albrecht-Dürer-Airports Nürnberg und der Deutschen Flugsicherung Massnahmen zur Aufklärung und der Detektion des gemeldeten Objekts durch, teilte die Polizei gegenüber dem Sender BR mit. Unter anderem waren Drohnendetektionsgeräte, Streifenwagen und auch ein Polizeihelikopter im Einsatz. Hinweise auf eine Drohne konnten jedoch keine gefunden werden.
Pilot war nicht mehr erreichbar
Wie die «Süddeutsche Zeitung» am Dienstagnachmittag schreibt, hatte das besagte Flugzeug den Notfallcode «7500» abgesetzt, welcher bei einem Entführungsfall ausgelöst wird. Ein Polizeisprecher erklärte zuvor, dass der Pilot der Maschine danach nicht mehr per Funk erreichbar gewesen sei und deshalb das Grossaufgebot sowie diverse Sicherheitsmassnahmen ausgelöst wurden.
Warum der Code ausgelöst wurde, ist noch unklar. Gemäss dem Polizeisprecher könnte aber ein Defekt des Fluggeräts im Cockpit dazu geführt haben.