Darum gehts
- Zum vierten Mal innert einer Woche trafen Raketen Riad
- Am Samstag starben zwölf Menschen, 309 wurden verletzt
- Irannahe Huthis greifen Saudi-Arabien seit Wochen verstärkt an
Saudi-Arabien kommt einfach nicht zur Ruhe. Am Sonntag griff die Huthi-Miliz zum vierten Mal in einer Woche den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad an.
Laut der BBC hat ein «unbekanntes Geschoss» die Passagierhalle Nummer 4 des Flughafens getroffen und einen Brand verursacht. Dabei wurde eine Person getötet.
Erst am Samstag wurden bei einer Raketen-Attacke auf den Flughafen mindestens zwölf Menschen getötet und 309 verletzt. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hat ihre Attacken auf Saudi-Arabien zuletzt verstärkt.
Amerikaner unter den Toten
Laut dem Sender CNN befanden sich unter den Toten vier Saudis, zwei Menschen aus Bangladesch sowie je eine Person aus den USA, Jordanien, Palästina, Syrien, dem Sudan und Ägypten.
Laut der «Bild»-Zeitung sitzt ausserdem die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (53, CDU) wegen der andauernden Attacken in Riad fest. Sie nahm am Wochenende an einer Energie-Konferenz in Saudi-Arabien teil. «Die Bundesministerin und ihre Mitarbeiter werden sicher und wohlbehalten zurückkehren», schrieb Reiches Ministerium auf Anfrage der Zeitung.
Saudi-Arabien flog am Sonntagnachmittag Schweizer Zeit einen Vergeltungsschlag gegen die Huthis. Laut dem Sender Al Jazeera wurde der Flughafen der Stadt Sanaa im Jemen bombardiert.
Das Land führt seit Jahren eine Luftkampagne gegen die Huthis. Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran hat diesen Konflikt weiter angeheizt. Jährlich nutzen etwa 40 Millionen Passagiere den King Khalid International Airport.