Homeview in New York enthüllt
Apple will dein Zuhause steuern – doch es gibt einen Haken

Apple hat in New York einen Bildschirm vorgestellt, der das Zuhause steuern soll. Verkauft wird er vorerst allerdings nur in acht Ländern – und die Schweiz gehört nicht dazu. Lautsprecher und neue TV-Box gibts dagegen auch hier.
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Ein Bildschirm für die Familie: Homeview soll in Küche oder Stube zur gemeinsamen Schaltzentrale werden. Zu kaufen gibts das Gerät vorerst in acht Ländern, die Schweiz gehört nicht dazu.
Foto: Apple

Darum gehts

  • Apples Homeview erkennt Gesichter und hört auf Siri AI
  • Verkauf vorerst nur in acht Ländern, nicht in der Schweiz
  • Neuer Homepod mini kostet 139, Apple TV 299 Franken
Tobias Bolzern: Digital Redaktor bei Blick.
Tobias BolzernRedaktor Digital

Apple war früh dran. 2014 lancierte der iPhone-Konzern Homekit. Über die Smart-Home-Plattform sollten fortan Lampen, Thermostate und Schlösser verschiedenster Hersteller zusammenspielen. Im selben Jahr kaufte Google den Hersteller Nest, der smarte Thermostate anbot, Amazon brachte den Lautsprecher Echo mit Alexa auf den Markt.

Verschwunden ist Homekit nie. Es ist heute Teil der Home-App. Homepod und Apple TV dienen als Steuerzentrale. Geräte für Tür, Wand und Heizung baute Apple aber nie selbst. Diese Lücke füllten Amazon und Google mit ihren Gadgets. Jetzt greift der Hersteller nochmals an, mit einem eigenen Bildschirm – und mithilfe von LG.

Homeview erinnert an iMac

«Welcome home» lautete das Motto des Events vom Dienstag in New York. Herzstück des neuen Angebots ist Homeview, ein Lautsprecher mit einem quadratischen 7-Zoll-Touchscreen (rund 18 Zentimeter). Er sitzt auf einem neigbaren Lautsprechersockel, eine weitere Version hängt an der Wand. Die Tischversion erinnert entfernt an Apples alten ikonischen iMac G4.

Gedacht ist das Homeview als gemeinsame Zentrale. Im Grunde vereint das Ding gleich drei Geräte: Lautsprecher, digitalen Bilderrahmen und Fernbedienung fürs Haus. Per Finger oder Zuruf schliesst man die Tür ab, regelt die Temperatur oder lässt die Storen runter. Homeview spielt Musik, führt Facetime-Anrufe und zeigt bis zu neun Kamerabilder gleichzeitig. Dahinter steckt Siri AI, die neue KI-Version von Siri.

Weil die ganze Familie dasselbe Gerät nutzt, soll die verbaute Kamera bis zu sechs Personen an ihrem Gesicht erkennen. Jede bekommt ihren eigenen Startbildschirm. Persönliche Nachrichten oder Termine zeigt das Homeview hingegen nur an, wenn das entsprechende iPhone in der Nähe ist und kürzlich entsperrt wurde. Kostenpunkt des Geräts: 299 Dollar.

Homeview: Das grosse Aber

Den Homeview gibt es ab dem 13. November vorerst nur in acht Ländern, darunter die USA, Grossbritannien und Indien. In der EU verkauft Apple das Gerät nicht, weil Siri AI dort noch nicht verfügbar ist, so die Begründung des Herstellers. Die Schweiz fehlt ebenfalls auf der Liste. Und Siri AI spricht auf dem Homeview vorerst nur Englisch. Kameras, Thermostate, Türklingel und ein Türschloss bündelt Apple in der «Apple Home Collection», entwickelt mit LG und Schneider Electric. Eingerichtet werden die Geräte, indem man das iPhone dranhält. Erste Modelle kommen im Dezember, andere erst Anfang 2027.

Homepod und Apple TV

Der Rest, den Apple am Event gezeigt hat, kommt auch zu uns: Der Lautsprecher Homepod mini ist ab 30. Oktober für 139 Franken erhältlich. Die neue Apple-TV-4K-Box folgt dann am 13. November für 299 Franken. Drei eingebaute Mikrofone nehmen Siri-Befehle auch ohne Fernbedienung auf.

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