Darum gehts
- Bella (10) erlitt schwere Verbrennungen durch explodierenden Squishy bei Tiktok-Challenge
- 30 Sekunden in Mikrowelle reichten für extrem gefährliches, heisses Gel
- Scarlett (7) lag drei Tage im Koma nach ähnlichem Unfall
Bella (10) war bei einer Freundin zu Besuch, als die beiden den weichen Squishy-Stresswürfel Nee Doh zuerst in den Tiefkühler legten und danach in der Mikrowelle erhitzten – genau so, wie es derzeit in Tiktok-Videos gezeigt wird.
Der Hersteller warnt auf seiner Webseite ausdrücklich vor diesem Experiment. Laut ihrer Mutter Charlotte (42) wirkte das Spielzeug von aussen völlig harmlos. Doch im Inneren war die Masse offenbar extrem stark erhitzt.
Als Bellas Freundin den Squishy zusammendrückte, platzte er plötzlich auf – das glühend heisse Gel traf Bella direkt ins Gesicht. Sie erlitt schwere Verbrennungen und musste sofort ins Spital gebracht werden.
Das ist die unterschätzte Gefahr
Mutter Charlotte sagte gegenüber der BBC, sie befürchte, dass ihre Tochter Bella lebenslange Narben davontragen könnte. Zudem warnt sie: Schulen und Eltern müssten dringend über den Trend informiert werden, der aktuell auf Tiktok, Instagram und Youtube kursiert.
In einem Facebook-Post betont die 42-Jährige zusätzlich die unterschätzte Gefahr: Der Würfel war nur rund 30 Sekunden in der Mikrowelle, doch die Silikonhülle liess nicht erkennen, wie heiss die Flüssigkeit im Inneren tatsächlich wurde.
Drei Tage im Koma
Auch andere Fälle zeigen, wie gefährlich der Trend sein kann. Erst vor kurzem verletzte sich Caleb (9) aus den USA bei derselben Tiktok-Challenge und landete im Spital. Auch Scarlett (7) wollte den viralen Trend nachmachen. Doch als sie das Spielzeug aus der Mikrowelle nahm, explodierte es plötzlich. Glühend heisses Material traf ihr Gesicht und ihre Brust.
Die Siebenjährige erlitt schwere Verletzungen und lag im Koma. Ihr Vater Josh Selby sagte gegenüber der «New York Post»: «Ich war komplett am Ende. Sie verbrachte eine Woche im Spital – und davon lag sie drei Tage im Koma.»
Die «Dusting Challenge»
Bei dieser gefährlichen Mutprobe atmen Jugendliche giftige Dämpfe aus Spraydosen oder Computerreinigern ein, um einen Rausch zu bekommen. Eine US-Amerikanerin (19) starb laut NDTV, nachdem sie einen Computerreiniger eingeatmet hatte. Sie erlitt einen Herzstillstand, wurde später als hirntot erklärt und verstarb auf der Intensivstation.
Die «Blue Whale Challenge»
Bei dieser Challenge werden Jugendliche schrittweise zu immer gefährlicheren Aufgaben gedrängt. Was harmlos beginnt, etwa mit kleinen Aufträgen oder «Musik hören», kann sich bis zu Selbstverletzung und extremen Mutproben steigern – im schlimmsten Fall bis hin zu Suizidaufforderungen.
Oft stecken anonyme Personen dahinter, die Druck aufbauen und teils mit der Veröffentlichung privater Daten drohen, wenn die Betroffenen nicht mitmachen.