Darum gehts
- Familie Zeier lebt seit 2021 in Peru von Spenden
- 16-jähriger Sohn Lucas möchte ein teures Internat in England besuchen
- Jahreskosten des Internats betragen 47'000 Franken, Finanzierung unklar
Vor fünf Jahren wanderten Benjamin (42) und Lena Zeier (39) mit ihren fünf Kindern und in Begleitung des TV-Formats «Goodbye Deutschland» vom baden-württembergischen Moosbach in Deutschland ins peruanische Curahuasi aus. Der Vater arbeitet dort in einem sogenannten Missionsspital – ohne Lohn, die Familie lebt ausschliesslich von Spenden.
«Ich habe immer das Ziel gehabt, sehr reich zu sein, viel Geld zu verdienen und vermögend zu sein», gibt Vater Benjamin Zeier zu. Mit dem Abschluss der Familienplanung veränderten sich die Prioritäten der Familie jedoch und das Ehepaar wollte anderen Menschen helfen. Das Leben als Missionsarsfamilie ist in ihrem christlichen Glauben tief verankert.
Privatschule und teures Internat
Die Kinder gehen auf eine der besten Privatschulen des Landes, die zu dem Missionsspital gehört, für das Vater Benjamin Zeier arbeitet. Nun besucht der älteste Sohn der Familie – der 16-jährige Lucas – ein christliches Internat im englischen Bath. Doch das kostet rund 47'000 Franken im Jahr.
Dass Lucas Zeier auf ein solch teures Internat geschickt wird, war zuerst gar nicht geplant. Vater Benjamin verrechnete sich aber mit den Kosten. «Sonst hätte ich nicht den Mut gehabt, eine Bewerbung dahin zu schicken», gibt der fünffache Vater zu. Die Spenden, die die Familie erhält, sind nur für den Lebensunterhalt der Zeiers gedacht, nicht aber für die Bildung der Kinder.
«Ich weiss bis heute nicht, wie wir die Kosten bezahlen sollen. Aber ich vertraue darauf, dass der, der uns bis hierher versorgt hat, auch immer dann rechtzeitig versorgt, wenn die nächste Rechnung kommt», sagt Benjamin Zeier mit seinem tiefen Glauben in Gott. Die tatsächliche Finanzierung bleibt ungeklärt.
Die Anfänge auf dem Internat waren schwer für Lucas Zeier. Eigentlich ist er sehr auf Pünktlichkeit bedacht. Doch in dem weitläufigen Gebäudekomplex des Internats verläuft er sich mehrmals, was dazu führt, dass er sich regelmässig verspätet. Das habe ihn sehr geärgert, gibt er zu. Inzwischen hat sich der 16-Jährige, der davon träumt, Neurochirurg zu werden, an sein Leben in England gewöhnt. Glücklich wirkt er dennoch nicht wirklich, zu sehr unterscheidet er sich von den anderen Jugendlichen. Dadurch fühlt er sich oft einsam. Über den Besuch seiner Mutter Lena freut er sich dadurch umso mehr.