Darum gehts
- Bei einem Cyberangriff auf einen Softwarelieferanten der Bundespensionskasse Publica sind Daten abgeflossen
- Welche Daten betroffen sind, wird derzeit abgeklärt
- Die Versicherten wurden informiert, die Bundesanwaltschaft ermittelt
Ein Cyberangriff auf einen externen Softwarelieferanten der Pensionskasse des Bundes Publica führte zu einem Datenabfluss. Das Unternehmen habe den Angriff Ende September festgestellt und Strafanzeige erstattet, machte Publica am Donnerstagmorgen publik. Die Bundesanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
Publica ist für die berufliche Vorsorge von Bundesangestellten und weiteren angeschlossenen Organisationen zuständig. Welche Daten vom Angriff betroffen sind, werde derzeit gemeinsam mit den zuständigen Bundesstellen abgeklärt, heisst es in der Mitteilung. Publica habe die Versicherten über den Datenabfluss und die getroffenen Massnahmen informiert. Nähere Angaben macht die Pensionskasse öffentlich keine dazu.
Besonders sensible Daten betroffen?
Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, könnten bei dem Cyberangriff auch besonders sensible Personendaten abgeflossen sein. Dazu zählen laut einem Schreiben von Publica an die Versicherten, das der Zeitung vorliegt, unter anderem AHV-Nummern, Geburtsdaten, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Auch Lohnangaben, Vorsorgeguthaben sowie Informationen zum Zivilstand und zu Ehe- oder Lebenspartnern könnten betroffen sein.
Welche Daten effektiv abgeflossen sind, ist weiterhin unklar. Publica warnt in dem Schreiben vor einem möglichen Missbrauch der Informationen und ruft die Versicherten dazu auf, bei ungewöhnlichen E-Mails besonders aufmerksam zu sein. Gleichzeitig betont die Pensionskasse, dass die Vorsorgeguthaben sicher seien.
Andere Bundesstellen unterhalten laut der Mitteilung keine Geschäftsbeziehungen mit dem betroffenen Softwarelieferanten.