Darum gehts
- Der Amokschütze von Aarau lebte zurückgezogen in Montsevelier JU nahe Delémont
- Die Nachbarn sind schockiert, der Täter lebte unauffällig im 500-Seelen-Ort
- Am Montagmorgen gab es eine Hausdurchsuchung durch die Aargauer Polizei
Der Amokschütze von Aarau lebte in Montsevelier JU, einem kleinen, idyllischen 500-Seelen-Dorf – rund 18 Autominuten von Delémont entfernt. Dies berichtete der Sender RTS am Mittwoch. Dass der Täter aus Montsevelier im Jura stammt, bestätigt auch das Lokalblatt «Le Quotidien Jurassien».
Zwei Nachbarn beschreiben gegenüber dem RTS, dass der Verdächtige sehr zurückgezogen gelebt habe und kaum ins Dorfleben integriert war. Er habe seit etwa einem Jahr im Erdgeschoss eines Hauses mit vier Wohnungen gelebt.
Wohnung versiegelt
Am Montagmorgen, wenige Stunden nach seiner Festnahme auf der Polizeiwache in Delémont, trafen mehrere zivile Fahrzeuge der Aargauer Polizei in dem Dorf ein, um Spuren zu sichern und eine Hausdurchsuchung bei ihm durchzuführen. Die Wohnung wurde versiegelt.
Lebte still und zurückgezogen
In dem Ort, der mittlerweile zur Gemeinde Val Terbi JU gehört, leben nur rund 500 Menschen.
Einer der beiden befragten Anwohner sagte, dass er dem mutmasslichen Schützen ab und zu im Dorf begegnet sei. «Er war sehr zurückgezogen, sehr still. Es ist schon seltsam, zu wissen, dass er nur 50 Meter von meinem Haus entfernt wohnte. Ich hätte mir nie im Leben vorstellen können, dass dieser Typ Waffen besass. Mir läuft es kalt den Rücken herunter, wenn ich an all das denke.»