Explosion in Olten: Campingbewohner Ronny G. (44)
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Camping-Bewohner Ronny G. (44):«Habe nach der Explosion den Verletzten weggezogen»

Grossaufgebot im Einsatz
Brand im Industriegebiet in Olten – mehrere Explosionen

Am Mittwochnachmittag kam es auf einem Campingplatz im Industriegebiet in Olten zu mehreren Explosionen und einem Brand. Eine Person wurde schwer verletzt.
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Am Mittwochmittag ist ein Brand an der Industriestrasse in Olten ausgebrochen.
Foto: Leserreporter

Eine dunkle Rauchsäule schraubte sich am Mittwochmittag über das Industriegebiet in Olten SO. Blick-Leser berichteten, dass mindestens zwei Explosionen zu hören gewesen seien. «Kurz vor 12 Uhr gab es einen grossen Knall im Industriegebiet Olten. Dann hat es gebrannt und nach 15 Minuten gab es noch ein Explosion», schilderte ein Blick-Leser, der die Situation aus seinem Klassenzimmer verfolgen konnte.

«Meine Schulfreunde und ich waren alle erschüttert, dass etwas explodiert ist», erzählte der Blick-Leser. «Aber es war spannend, einen solchen Einsatz beobachten zu können.»

Ausgebrochen war das Feuer in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz auf dem Industriegebiet. Der Bewohner des Wohnwagens wurde schwer verletzt und musste mit der Rega ins Spital gebracht werden.

Ein erster riesen «Chlapf»

Bei den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern des Campingplatzes sitzt der Schock noch tief. Ronny G. (44) schildert gegenüber Blick, wie er den Vorfall erlebt hat. «Es gab ein riesen Chlapf und alles hat vibriert», sagt er. Er habe schon gedacht, dass das etwas «Gröbereres» sein müsse.

Dann sei er rausgegangen, um nach zuschauen, was genau passiert ist. Die Unterkunft des Betroffenen Campers sei von der Explosion zerstört worden. «Das muss so ein Druck gegeben haben, dass das alles auseinandergesprengt hat» so G.

«Richtig abgegangen»

Gebrannt habe es da noch nicht und die beiden Personen, die im Haus waren, haben sich retten können. Erst dann habe es angefangen zu brennen. Als es immer stärker brannte, gab es dann noch eine Explosion. «Dann ist es richtig abgegangen», sagt G. Angst habe er keine gehabt.

«Der Besitzer hat geschlafen. Sein Gast war meiner Meinung nach wach. Sie sagt jetzt aber natürlich, dass sie auch geschlafen habe», findet G. Er hofft auf jeden Fall, dass man herausfinden werde, was genau vorgefallen ist. Für ihn ist aber schon mal klar: «Gas ist so gesichert, da kann nicht einfach irgendwas ohne Fremdeinwirkung gewesen sein».

Rega im Einsatz

Wie bereits am Mittag mehrere Leserreporter erzählen waren mehrere Fahrzeuge der Feuerwehr und der Polizei vor Ort im Einsatz. Auch einen Rettungshelikopter der Rega konnte ein Augenzeuge beim Landeanflug beobachten – mit diesem wurde der schwer verletzte Bewohner der betroffenen Unterkunft ausgeflogen. Eine weitere Person wurde leicht verletzt.

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Brand in Olten:Leserreporter filmt Rettungshelikopter

Philipp Stierli, Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant Olten, bestätigte am Nachmittag, dass Gasflaschen explodiert waren. Kurz nach 13:30 war der Brand gelöscht.

«Ich hatte schon Angst, dass mir die eigene Hütte einstürzt»

Die Betreiberin der Flussbar Olten, Monika B., hatte sich zum Zeitpunkt des Brandes gerade in ihrer Bar in der Nähe des Brandortes aufgehalten. «Es gab einen riesigen Knall und plötzlich hat die Hütte am Boden gelegen», schilderte sie. «Ich habe zum Wohnwagen gerufen, sie sollen die Feuerwehr anrufen.»

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Augenzeugin über die Explosionen in Olten:«Plötzlich lag alles am Boden»

«Dann sind hohe Flammen nach oben geschossen», beschrieb sie. Bald darauf habe es nochmal einen Knall gegeben. Auch das nahegelegene Stromwerk soll einen Schaden abgekommen haben. Der Bereich rund um den Brandort wurde abgesperrt. «Es war mir definitiv nicht wohl. Auf dem Campingplatz heizen alle mit Gasflaschen.»

Wohnwagenbesitzer war ein «Bastler»

«Den Knall habe ich selbst auch gespürt. Ich hatte schon Angst, dass mir die eigene Hütte einstürzt», sagte die Barbetreiberin. Bei einem Augenschein über das Bargelände sei jedoch noch alles grösstenteils intakt gewesen. «Nur ein Holzhaus weiter hinten hat durch die Druckwelle Risse bekommen.»

«Ich kenne den Mann, der im Wohnwagen gewohnt hat», schilderte B. weiter. «So wie ich ihn kennengelernt habe, war er ein Bastler. Er hat auch gerne bis tief in die Nacht gearbeitet und dabei Musik gehört.» Ob der Mann alleine gewohnt hat, weiss die Barbetreiberin nicht.

*Name bekannt

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