Am Freitag, gegen 03.15 Uhr, wurde die Polizei über einen Brand in der Nähe der SBB-Gleise auf der Höhe von Eclépens VD informiert. Stromkabel, die sich auf Bodenhöhe befanden und für die Lichtsignalanlagen genutzt wurden, sind verbrannt und ausser Betrieb. Der Bahnverkehr zwischen Lausanne und Yverdon/Vallorbe ist auf unbestimmte Zeit unterbrochen.
Nach ersten Feststellungen der Polizei vor Ort scheint eine vorsätzliche Tat die Ursache für diesen Vorfall zu sein. In einer Medienmitteilung am Nachmittag schreiben die SBB, dass sie Anzeige gegen unbekannt gestellt haben.
Reparaturarbeiten aufgenommen
Die Staatsanwaltschaft wurde informiert, und der diensthabende Staatsanwalt hat ein Strafverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände und Ursachen des Brandes zu ermitteln sowie zu versuchen, den oder die Täter zu identifizieren. Er hat die Ermittlungen den Ermittlern der Waadtländer Sicherheitspolizei übertragen.
Um 10 Uhr konnte die Polizei den Schadenplatz freigeben. Anschliessend begonnen die SBB mit der Schadensaufnahme an den Anlagen. Seit dem späten Vormittag laufen die Reparaturarbeiten. Rund 100 SBB Mitarbeitende arbeiten rund um die Uhr daran, den Bahnbetrieb wieder möglich zu machen.
Der Vorfall erforderte den Einsatz von drei Patrouillen der Gendarmerie, einer Patrouille der Hundestaffel, Ermittlern der Sicherheitspolizei, insbesondere der Brandermittlungsgruppe, sowie der Kriminaltechnischen Brigade (BPS). Ein technisches Team der SBB begab sich ebenfalls an den Ort des Geschehens.
Störung bis Sonntagmorgen
Die SBB gehen aktuell davon aus, dass die Störung im Bahnverkehr zwischen Cossonay-Penthalaz und Chavornay voraussichtlich noch bis mindestens Sonntagmorgen, 11. Oktober, bestehen bleibt.
Die Fernverkehrszüge IC5 und IC51 werden zwischen Yverdon-les-Bains und Cossonay-Penthalaz durch Busse ersetzt; die RER Vaud R1 und R2 werden zwischen Chavornay und Cossonay-Penthalaz durch Busse ersetzt. Rund 20 Ersatzbusse ersetzen die ausfallenden Züge; es ist mit einer längeren Fahrzeit von mindestens 30 Minuten zu rechnen. Reisende, die zwischen Genf/Lausanne und der Deutschschweiz reisen, fahren via Bern. Zudem verkehren ab Mitte des Nachmittags Pendelzüge zwischen Lausanne und Yverdon-les-Bains.
Kunden, die am Samstag, 10. Oktober zwischen dem Jurabogen und Genf in die Ferien fahren, empfehlen die SBB, eine Stunde mehr Fahrzeit einzuplanen, da auf der Strecke auch noch Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden. Es werden Ersatztransporte organisiert. Für Fahrten zwischen Biel/Solothurn und der Genferseeregion ist die Route via Bern vorzuziehen.