Darum gehts
- Schweiz kämpft mit Trockenheit, Insel Werd im Rhein kein Insel mehr
- Rheinpegel in Stein am Rhein erreicht tiefsten Stand seit Messbeginn
- Abfluss aus Zürichsee sinkt im Oktober von 30 auf 20 m³/s
Obwohl die Hitzewellen des Sommers mittlerweile vorbei sind, kämpft die Schweiz weiterhin mit massiver Trockenheit. Besonders in den Gewässern ist der Wassermangel deutlich zu sehen. Die Insel Werd im Rhein zwischen Eschenz TG und Stein am Rhein SH ist mittlerweile zum Beispiel gar keine Insel mehr. Rund um die Werd sind Flächen trockengefallen, die normalerweise unter Wasser liegen.
Aktuelle Drohnenaufnahmen zeigen, wie die Insel wegen des tiefen Pegelstandes mit dem Festland verschmolzen ist. Helle Kies- und Uferflächen prägen das Bild, während sich das Wasser stellenweise auf deutlich schmalere Bereiche zurückgezogen hat. Der Rheinpegel in Stein am Rhein hat am Mittwoch den tiefsten Stand seit Messbeginn erreicht.
Zürichsee-Abflussmenge reduziert
Auch der Bodensee, der Walensee, der Vierwaldstättersee und der Zürichsee haben aktuell ungewöhnlich tiefe Wasserstände. Bei Letzterem wird die Wasser-Abflussmenge aufgrund der Trockenheit weiter reduziert. Das gibt das Bundesamt für Umwelt Bafu am Mittwoch bekannt.
So wird der Abfluss aus dem Zürichsee im Oktober von 30 auf 20 Kubikmeter pro Sekunde reduziert. Damit sollen das weitere Absinken des Seepegels gebremst und weitere Einschränkungen für die Schifffahrt, die Zürichsee-Fähre und die Seerettung begrenzt werden, heisst es in einer Mitteilung des Bundesamtes.
Gleichzeitig fliesst dadurch noch weniger Wasser in die Limmat, was sich auf das Ökosystem und die Wasserkraftproduktion auswirkt. Negative Auswirkungen auf die Fische und andere Wasserlebewesen lassen sich dadurch nicht gänzlich ausschliessen, da mit dem geringeren Abfluss auch die Wassertiefe und die verfügbaren Lebensräume in der Limmat abnehmen.