Berra der Tänzer
Als Goalie-Legende Martin Gerber Meister-Keeper Reto Berra (39) den Preis als «Goaltender of the Year» übergibt, begrüsst er seinen ehemaligen Nati-Kollegen als «Tänzer». «Früher habe ich schon gerne mal eins getanzt mit Tinu. Jetzt ist alles etwas steifer», sagt Berra. Seinen liebsten Save der letzten Saison hat Berra gegen den ZSC gemacht, als er nach einem Fehler ausserhalb des Kastens zurück ins Tor hechten musste und den Schuss mit seinem Stock an die Latte lenkte. Gegen wen er pariert hat, weiss Berra nicht mehr – nur dass es ein lettischer Ausländer war.
Berras Whoopie-Tattoo
«Dass ich heute so Preise bekomme, ist unglaublich», sagt Berra nach seiner Auszeichnung zum Playoff-MVP. Der Meister-Goalie führt dabei noch seine Tänzer-Geschichte aus: «Ich habe Sister Act immer mit meiner Schwester geschaut – auf Kassetten. Ich weiss nicht, ob alle wissen, was das ist. Zwei Wochen vor dem Spengler Cup, den wir gewonnen haben, habe ich die Sister-Act-Melodie gepfiffen. Dann hatte ich Whoopie Goldberg auf meiner Maske und das habe ich behalten und wir sind danach Meister geworden. Jetzt habe ich sie mir noch tätowieren lassen.»
Spitze Bemerkung
EVZ- und Nati-Stürmerin Lara Stalder, die als MVP der PostFinance Women’s League ausgezeichnet wird, sagt: «Wenn es bei den Frauen so viele Awards wie bei den Männern geben würde, hätten einige meiner Kolleginnen auch noch einen Preis eingefahren.» Sie dankt dann auch noch den geschassten EVZ-Bossen Reto Kläy und Patrick Lengweiler für deren Einsatz.
Rönnbergs Meister-Sommer
Roger Rönnberg hat grosse Töne gespuckt, aber bereits in seiner ersten Saison als Gottéron-Trainer den Titel geliefert. Und wie war sein Sommer danach? Hat sich der Schwede spezielle Ferien gegönnt? «Nein», sagt er lachend, «zuerst war ich einfach nur erschöpft und brauchte die Ruhe meines Sommerhauses in der Heimat. Ich fühlte mich, als könnte ich eine Woche durchschlafen.» Überrascht hat den 55-Jährigen, dass in Schweden seine Playoffs mit Fribourg intensiv verfolgt wurden, und dass ihn die Gottéron-Fans sogar in der Heimat, am Flughafen und bei Ausflügen in die Berge beglückwünscht haben. Im Gegensatz zu Schweden wird in der Schweiz nicht der beste Trainer der Saison gewählt.
Noch kein Jetlag
Nach drei Jahren in Boston hat Alina Müller (28) einen Wechsel zum neu gegründeten PWHL-Team in Hamilton hinter sich und steckt noch mitten im Umzug in die kanadische Stadt. An der Swiss Ice Hockey Night ist sie aber dabei. Müller ist nach ihrem Flug von Boston am Morgen in Zürich gelandet und direkt nach Interlaken gefahren, um den Award Women of the Year zum sechsten Mal entgegenzunehmen.
IIHF-Chef auch vor Ort
Auch der IIHF-Präsident Luc Tardif (73) ist in Interlaken vor Ort und sitzt während der Veranstaltung in der vordersten Reihe. Der OK-Präsident der Heim-WM Christian Hofstetter kann sich einen Scherz mit Tardif nicht verkneifen. Das nächste Turnier solle nicht erst in zehn Jahren wieder in der Schweiz stattfinden. Das würden die beiden Präsidenten dann aber später noch diskutieren.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 10 | 18 | 27 | |
2 | Genève-Servette HC | 11 | 4 | 21 | |
3 | SCL Tigers | 11 | 7 | 19 | |
4 | HC Fribourg-Gottéron | 11 | 9 | 18 | |
5 | HC Ajoie | 11 | -3 | 16 | |
6 | HC Ambri-Piotta | 10 | -6 | 15 | |
7 | HC Lugano | 10 | 3 | 15 | |
8 | Lausanne HC | 11 | -4 | 15 | |
9 | SC Bern | 9 | 1 | 14 | |
10 | EV Zug | 7 | 10 | 13 | |
11 | HC Davos | 11 | -4 | 13 | |
12 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 11 | -14 | 11 | |
13 | EHC Biel | 10 | -4 | 10 | |
14 | EHC Kloten | 11 | -17 | 9 |