In der National League geht ein Gespenst um
Ajoie-Horror – wer ist das nächste Opfer?

Ein Gespenst geht um in der National League. Ajoie versetzt jene Teams, die unter Druck stehen und um einen Platz in den Playoffs oder Play-Ins kämpfen, in Angst und Schrecken.
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Ajoie (im Bild Bastien Pouilly, rechts) hat den SCL Tigers (Flavio Schmutz) sieben Punkte abgeknöpft.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • Ajoie bleibt trotz vier Siegen aus fünf Spielen Tabellenletzter der Liga
  • EVZ entliess Trainer Liniger nach Heimniederlage gegen den Aussenseiter Ajoie
  • SCRJ Lakers benötigten 38 Schüsse für knappen 2:1-Sieg gegen Ajoie
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Ajoie hat auch im fünften Jahr seit dem Aufstieg keine realistische Chance, dem Playout zu entkommen, geschweige denn ein Wort um die Play-In-Qualifikation mitzureden. So geistert das ambitionslose Team von Greg Ireland ganz ohne Druck durch die Saison und macht sich einen Jux daraus, die gestressten Strichklubs zu plagen. Getreu dem Motto: «Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.»

Von den letzten fünf Partien haben die Ajoulots vier gewonnen. Gleich zweimal liessen sie dabei die SCL Tigers, je einmal Zug und Kloten über die Klinge springen.

Die Heimniederlage gegen den Aussenseiter dürfte EVZ-Trainer Michael Liniger, der danach im Mysports-Interview aussah, als hätte er ein Gespenst gesehen, den letzten Schlag versetzt haben. Wenige Tage später beschlossen die Zuger Bosse, ihn durch den Kanadier Benoît Groulx zu ersetzen.

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EVZ-Coach Liniger ratlos:«Schrecklich! Es ist extrem frustrierend»

Etwas zu verlieren haben nur die anderen. Das Schlusslicht aus dem Jura kann die Rolle des Spielverderbers nach Lust und Laune ausfüllen und sich nach Siegen diebisch freuen, während der Gegner weiss, dass er es sich nicht leisten kann, gegen den Letzten Punkte abzugeben.

Rappi hat erst einen Punkt liegengelassen

Auch in der letzten Woche vor der Olympiapause müssen drei Klubs, die dringend auf Punkte angewiesen sind, gegen Ajoie ran: Am Dienstag ist Biel im Jura zu Gast, ehe Ajoie dann am Freitag in Rapperswil-Jona und am Sonntag in Bern antritt.

Die Ajoie-Opfer
  • 1. SCL Tigers und Kloten 7 Punktverluste
  • 3. Bern 6
  • 4. Zug 5
  • 5. Servette, ZSC Lions und Ambri 3
  • 7. Biel, Lausanne 2
  • 10. SCRJ Lakers 1
  • 11. Davos, Lugano und Fribourg 0
  • 1. SCL Tigers und Kloten 7 Punktverluste
  • 3. Bern 6
  • 4. Zug 5
  • 5. Servette, ZSC Lions und Ambri 3
  • 7. Biel, Lausanne 2
  • 10. SCRJ Lakers 1
  • 11. Davos, Lugano und Fribourg 0

Die drei Teams haben bereits Bekanntschaft gemacht mit dem Gespenst der Liga. Die SCRJ Lakers gewannen im Herbst, als sie sich noch im Höhenflug befanden, zweimal souverän, konnten aber Anfang Jahr erst in der Verlängerung mit dem 38. Schuss aufs Tor durch Malte Strömwall den 2:1-Sieg erzwingen. Seither hat der schwedische Topskorer nicht mehr getroffen.

Auch Biel gewann bisher alle Derbys gegen Ajoie. Die Seeländer liessen dabei aber zweimal einen Punkt liegen, was sich wie eine Niederlage anfühlte. Beim letzten Duell kamen sie mit dem Schrecken davon und brachten einen 2:1-Sieg über die Runden.

Dem SCB hat es Ajoie so richtig besorgt

Richtig übel haben die Jurassier dem SCB mitgespielt. Erst wurde den Bernern regelrecht das Fell über die Ohren gezogen (4:0), was das Ende von Trainer Jussi Tapola einläutete. Dann liessen sie den Fans in der Postfinance-Arena das Blut in den Adern gefrieren (5:4). Im dritten Anlauf konnte der SCB zu Beginn des Jahres dann nach 0:2-Rückstand mit Hängen und Würgen eine weitere Blamage verhindern.

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2:08
Kein Druck im Jura:«Die Liga hat ein Ajoie-Problem»

Jene Klubs, die permanent unter Druck stehen und liefern müssen, stören sich längst an den Jurassiern, die sich dem Leistungsdenken verweigern und wie auf einer Geisterbahn aus einer Ecke schiessen und ihnen Angst einjagen, wenn immer sie Lust dazu haben.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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