Foul an Superstar Matthews
Rüpel Radko spaltet die NHL

Ein Foulspiel, das Torontos Captain Auston Matthews die Saison kostet, erhitzt die Gemüter. Jetzt werden in Nordamerika prinzipielle Fragen gestellt.
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Radko Gudas: Nach Foul an Superstar Auston Matthews in den Negativschlagzeilen.
Foto: IMAGO/Imagn Images

Darum gehts

  • Anaheim-Captain Radko Gudas erhält fünf Spielsperren wegen eines Fouls
  • Der gefoulte Auston Matthews fällt nach Innenbandriss für gesamte Saison aus
  • Gudas verpasste bisher 26 Spiele und zahlte rund 850’000 Dollar in Notfallfonds
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Fünf Spielsperren werden Anaheim-Captain Radko Gudas (35) für einen Knie-auf-Knie-Check gegen Auston Matthews (28) aufgebrummt. Der Superstar der Toronto Maple Leafs erleidet letzte Woche einen Innenbandriss und fällt für den Rest der Saison aus. Das sorgt in der NHL für grundsätzliche Diskussionen: Schützt die Liga ihre Superstars gut genug? Die Frage wird zum Vorwurf an das Department of Player Safety (DOPS) und dessen Boss George Parros. Judd Moldaver, der Berater in den Diensten von Matthews, erachtet das Verdikt als «lächerlich und absurd» und schlägt vor, das DOPS auch gleich zu suspendieren.

«Untersuchen den Vorfall, nicht die involvierten Spieler»

Gudas ist nun zum fünften Mal gesperrt worden, damit kommt er insgesamt auf 26 verpasste Spiele und rund 850’000 Dollar, die in den Notfallfonds für NHL-Profis fliessen. Nun will man dazu auch noch seinen Kopf. Und eine Verschärfung des Strafenkatalogs.

In der NHL wird die Frage immer lauter, ob die Liga genug unternimmt, um ihre Superstars vor Übergriffen zu schützen. DOPS-Boss George Parros sagt dazu: «Wir untersuchen den Vorfall, nicht die involvierten Spieler. Der Prozess ist definiert, wir halten uns dabei an die Richtlinien, die uns der Gesamtarbeitsvertrag vorgibt.» Parros ist ein Absolvent der Elite-Uni Princeton und ein ehemaliger Enforcer, der auf dem Eis vor allem die Fäuste fliegen liess. Mit seiner Antwort liefert er einen Hinweis auf die Komplexität der Problematik: Die Klubs und die Spielergewerkschaft wollen die Profis vor allem auf dem Eis sehen, nicht auf der Tribüne. Das gilt für Verletzungen gleichermassen wie auch für Sperren. Im Gesamtarbeitsvertrag zwischen der NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA hat man sich darum auf einen Kompromiss geeinigt.

Das nützt Ex-ZSC-Star Auston Matthews wenig, aber die Diskussion um den Strafenkatalog ist wieder einmal losgetreten. Das wäre wohl kaum der Fall, wenn Gudas einen weniger prominenten Spieler erwischt hätte.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
Playoffs
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