Infusion führt zu Sperre
Österreich-Klub wirft Ex-Ambri-Profi raus

Ex-Ambrì-Spieler Kilian Zündel ist für zwei Jahre gesperrt worden. Der Österreicher verstösst gegen die Anti-Doping-Regeln. Grund ist eine Infusion nach der vergangenen Saison.
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Kilian Zündel ist bis September 2028 wegen eines Verstosses gegen die Anti-Doping-Regeln gesperrt.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Kilian Zündel für zwei Jahre wegen Dopingregelverstoss gesperrt
  • Verbotene Infusion von über 100 Milliliter Flüssigkeit in zwölf Stunden
  • Sperre bis September 2028, Graz99ers kündigen Vertrag fristlos
Lynn Piubel, Autorenprofil
Lynn PiubelReporterin Sport

Für Kilian Zündel (24) wird die kommende Zeit alles andere als einfach. Der österreichische Verteidiger, der zwischen 2021 und 2023 auch für den HC Ambri-Piotta spielte, wurde von der Österreichischen Anti-Doping-Rechtskommission (ÖADR) für zwei Jahre gesperrt.

Der Grund: Zündel erhielt am 30. April 2026 eine intravenöse Behandlung. Dabei wurden ihm mehr als 100 Milliliter Flüssigkeit innerhalb von zwölf Stunden verabreicht. Eine solche Infusion ist gemäss den Anti-Doping-Regeln unter bestimmten Voraussetzungen verboten.

Dabei geht es nicht um einen positiven Test auf ein klassisches Dopingmittel. Der Verstoss betrifft vielmehr die medizinische Behandlung selbst. Trotzdem sind die Regeln in diesem Bereich streng und für Zündel hat das nun happige Konsequenzen.

Graz reagiert knallhart

Zum Zeitpunkt des Vorfalls stand der Österreicher bei den Graz99ers unter Vertrag. Der Klub wusste laut eigenen Angaben nichts von der Behandlung. Diese soll von einem Privatarzt Zündels durchgeführt worden sein.

Die Reaktion der Grazer fiel entsprechend deutlich aus. Die Graz99ers kündigten den Vertrag mit Zündel fristlos. Für den Klub ist klar: Beim Thema Doping gibt es keine Toleranz.

Zündel selbst akzeptiert die verhängte Sperre und verzichtet auf Rechtsmittel. Damit ist die Strafe rechtskräftig. Sie läuft bis September 2028.

Für den ehemaligen Ambri-Verteidiger bedeutet das nun eine lange Zwangspause. Wann und ob Zündel nach Ablauf der Sperre wieder aufs Eis zurückkehrt, ist derzeit offen.

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