Kommt jetzt der Fan-Aufstand?
National League verkauft die Verlängerung an Red Bull

Sponsoring-Hammer im Schweizer Eishockey: Red Bull kauft sich in die Verlängerung der National League ein. In Schweden sorgte ein ähnlicher Deal für wütende Fan-Proteste.
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Als Sponsor hinter den Toren war Red Bull schon da.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • National League startet am 15. September mit «Red Bull Overtime»
  • Sponsoring-Modell in Schweden löste heftige Fan-Proteste aus
  • In Playoffs gibt es nur ein Powerbreak pro Drittel
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Die National League geht in der am 15. September startenden Saison den nächsten Schritt bei der Vermarktung ihres Produkts: Energiedrink-Riese Red Bull weitet sein Engagement spürbar aus.

Nachdem die Marke bisher eher dezent in Erscheinung getreten ist – mit Werbeflächen im hinteren Netzbereich der Tore sowie Kühlschränken bei den Spielerbänken –, gehört der Verlängerung ab sofort die grosse Sichtbarkeit. Die Extra-Spielzeit heisst künftig offiziell «Red Bull Overtime».

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Ganz neu ist dieses Sponsoringmodell im europäischen Eishockey allerdings nicht. In Schweden verkaufte die höchste Liga die Rechte an der Verlängerung vor einem Jahr ebenfalls an Red Bull. Die Reaktionen dort waren heftig: Fans protestierten lautstark und mit gezielten Aktionen gegen die Kommerzialisierung eines traditionellen Spielabschnitts. Teilweise verliessen Fan-Gruppierungen ausgerechnet vor der Verlängerung – dem eigentlich aufregendsten und entscheidenden Teil des Spiels – das Stadion.

Es wird spannend zu verfolgen sein, welche Reaktionen die «Red Bull Overtime» bei den Fans in der Schweiz nach sich ziehen wird. Im internationalen Vergleich geht es in der National League in Sachen Vermarktung jedoch weiterhin eher moderat zu. Die Powerbreaks zu TV-Werbezwecken während der Spiele werden in anderen Ligen üppig eingesetzt. In der National League hingegen kommen diese nur in den Playoffs zum Einsatz – und das mit lediglich einem Powerbreak pro Drittel.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
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10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
Playoffs
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