Verteidiger zwischen Licht und Schatten
SCB-Dionicio ist ein Spektakelmacher mit Risikofaktor

Letzte Saison blieb der Puls beim SCB oft zu tief. Mit dem neuen Verteidiger Rodwin Dionicio muss man sich diesbezüglich keine Sorgen mehr machen.
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SCB-Verteidiger Rodwin Dionicio klatscht nach einem Tor gegen Fribourg mit Connor Hughes ab.
Foto: ANTHONY ANEX

Darum gehts

  • Der SCB startet mit 6 Punkten aus 5 Spielen schwach
  • Rodwin Dionicio belebt die Offensive, riskiert aber Fehler
  • Trainer Aubin will seine Kreativität defensiv absichern
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Der Start in die Saison ist für den SCB mit sechs Punkten aus fünf Spielen und Platz 12 nicht wunschgemäss gelungen. Doch der Unterhaltungswert ist massiv gestiegen. Das liegt bisher nicht am designierten Spektakelmacher Sonny Milano, der noch nicht richtig auf Touren gekommen ist, sondern nicht zuletzt am neuen Verteidiger Rodwin Dionicio (22).

Der Appenzeller, den man im Sommer aus Biel heraus aus einem bis 2027 laufenden Vertrag kaufte, kommt allerdings mit Risiken und Nebenwirkungen. Bestes Beispiel dafür war sein Auftritt am Dienstag in Fribourg (2:5). Der in den USA geborene Verteidiger, dessen Eltern aus der Dominikanischen Republik stammen, schoss beide Treffer des SCB, musste aber auch den dritten Gegentreffer auf seine Kappe nehmen, weil er in Überzahl den Puck hinter dem eigenen Tor verlor.

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Fribourg – Bern 4:2:Dionicio mit Blitztor – 1:0 nach 12 Sekunden!

Licht und Schatten sind bei Dionicio, der vorletzte Saison nach vier Jahren aus Nordamerika zurückkehrte, nahe beieinander. Mit seiner Technik, Kreativität und Risikobereitschaft belebt er die Offensive. Letzte Saison buchte er 27 Punkte für Biel. Beim SCB hat er bisher einen Zähler pro Spiel verbucht. Auf der anderen Seite führt seine Nonchalance zuweilen zu Puckverlusten. Im Defensivspiel kommt es vor, dass er sich verschätzt.

«Zweifellos ein sehr talentierter Verteidiger»

«Wir müssen die Lücke zwischen dem Guten und dem Schlechten verringern und dafür sorgen, dass die guten Dinge bleiben und die schlechten nicht mehr so schlimm sind», sagt der neue Trainer Serge Aubin (51).

«Natürlich würde Dio das gerne rückgängig machen», so der Kanadier über die Szene, die zum Shorthander führte. «Es ist ein Spiel voller Fehler. Aber das sind Fehler, die wir uns nicht leisten dürfen.»

Dionicio sei «zweifellos ein sehr talentierter Verteidiger», so der fünffache Meistercoach der Eisbären Berlin. «Ich glaube, er achtet seit Beginn des Trainingslagers besonders auf die Defensive. Wir werden weiterhin mit ihm arbeiten und dafür sorgen, dass wir uns weiterentwickeln.»

Gefallen Aubin Solo-Vorstösse, wie jener, der in Fribourg nach 12 Sekunden für die SCB-Führung sorgte? «Er hatte das Gefühl, dass Platz da war, und er hatte das Selbstvertrauen. Ich möchte, dass sich die Jungs etwas zutrauen», antwortet der SCB-Coach. «Wir brauchen ihn so, wie er ist. Er macht vieles richtig. Diese Gelassenheit und diese Kreativität soll er unbedingt beibehalten. Wir werden auf dem aufbauen, was er jetzt schon hat, und ihn defensiv ein wenig verbessern. Aber offensiv wollen wir, dass er so dynamisch bleibt.» Auch mit der Einstellung ist Aubin zufrieden: «Dio arbeitet hart. Wir sehen, dass es ihm am Herzen liegt.»

Obwohl der Mann, der 2023 in der fünften Runde von den Anaheim Ducks gedraftet wurde, mit einer Seelenruhe mit dem Puck auch durch gefährliche Zonen spaziert, hat er doch reichlich Temperament. So ist er meist einer der Ersten, der zur Stelle ist, wenn die Fetzen fliegen.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
Playoffs
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