Team der Stunde
Ist der HCD ein Perpetuum Mobile?

Die National League dominieren? Ist laut Planung nicht vorgesehen. Der HC Davos schafft das mit einer Mischung aus Dynamik und Kalkül trotzdem. Viel Spass beim Spengler Cup!
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Marschiert vorneweg: Der HCD dominiert bisher die Liga.
Foto: keystone-sda.ch
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Im Dezember sind die Kühlschränke voll, im Januar die Fitnesscenter. Mit dieser Prognose lehnt man sich nicht zu weit aus dem Fenster. Wer sich aber vor der Eishockey-Saison zu Prognosen über den späteren Verlauf hinreissen lässt, kann später mit virtuellen Verbrennungen dritten Grades enden. Die Kaffeesatzleserei gehört allerdings zur Branche, was sollte man vor dem Start der Meisterschaft auch sonst tun, als Prognosen zu erstellen?

Mehr Energie erzeugen, als man verbraucht?

Wenn jemand im September behauptet hätte, der HC Davos würde den Spengler Cup mit zehn Punkten Vorsprung als Spitzenreiter der National League in Angriff nehmen, wäre er wohl ausgelacht worden. Oder beschimpft. Oder alles zusammen.

Die Architektur der Liga sieht eine solche Dominanz eigentlich gar nicht vor, aber der HCD hat in den ersten Monaten tatsächlich fast alles zu Klump geschossen, was ihm vor die Flinte geriet, die Mannschaft ist bisher wie eine Maschine, die mehr Energie erzeugt als sie verbraucht. Ein Perpetuum Mobile? Ist laut Physik unmöglich, weil Reibungsverluste unvermeidbar sind, aber Erfolge stärken das Selbstvertrauen, und diese unsichtbare Kraft ist ohne Zweifel ein Energielieferant.

Muss man die Prognosen überdenken?

Tatsächlich ist Davos die Mannschaft, die am meisten Spass macht, weil die Zuschauer nicht ausschliesslich wegen der Resultate in die Stadien strömen, genauso wichtig ist die Art und Weise, wie die Ergebnisse zustande kommen. In dieser Hinsicht werden HCD-Fans verwöhnt, die Mannschaft bietet virtuose Dynamik, ohne die Sorgfaltspflicht zu vernachlässigen, oder anders gesagt: Die Balance zwischen Angriffslust und taktischem Kalkül stimmt.

Meister Zürich und Lausanne waren vor der Saison die meistgenannten Titelfavoriten – mit der Berücksichtigung der Finalisten der letzten beiden Jahre ging man auch kein grosses Risiko ein. Bei einer Neubeurteilung würde der HCD momentan ein Wörtchen mitreden, vielleicht gelingt es der Mannschaft ja auch weiterhin, mehr Energie zu erzeugen, als zu verbrauchen. Selbst wenn das eigentlich unmöglich ist.

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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
10
18
27
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
11
4
21
3
SCL Tigers
SCL Tigers
11
7
19
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
11
9
18
5
HC Ajoie
HC Ajoie
11
-3
16
6
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
10
-6
15
7
HC Lugano
HC Lugano
10
3
15
8
Lausanne HC
Lausanne HC
11
-4
15
9
SC Bern
SC Bern
9
1
14
10
EV Zug
EV Zug
7
10
13
11
HC Davos
HC Davos
11
-4
13
12
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
11
-14
11
13
EHC Biel
EHC Biel
10
-4
10
14
EHC Kloten
EHC Kloten
11
-17
9
Playoffs
Qualifikationsspiele
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