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Treffer in der Overtime:Hier zerstört Finnlands Helenius die Schweizer Gold-Träume
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Wieder nur Silber!
Weltmeister der Herzen und der Schmerzen

Das gibts doch nicht! Die Nati bleibt im dritten WM-Final in Folge ohne Tor und verliert wie im Vorjahr in der Overtime 0:1. Finnland ist Weltmeister.
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Nicht schon wieder! Die Nati verpasst WM-Gold in der Verlängerung.
Foto: keystone-sda.ch

Wieder nichts! Bitter, die Nati verliert auch ihren fünften WM-Final. Wie schon im Vorjahr in der Verlängerung 0:1. Dabei bimmeln die verletzten Silberhelden Jonas Siegenthaler, Kevin Fiala und Andrea Glauser vor dem Spiel an der Kuhglocke und sorgen dafür, dass die Stimmung in der Swiss Life Arena Schmelztemperatur erreicht. Davor hatte schon Ski-Star Marco Odermatt mit dem Verlesen der «Starting Six» in der Kabine der Nati eingeheizt.

Einige Anhänger denken auch an den Mann, der einen grossen Anteil an den erfolgreichen Jahren der Nati hat: Patrick Fischer, der einen Monat vor der WM wegen seiner Covid-Verfehlung gefeuert wurde. «Danke Fischi», steht auf einer Banderole. Und als auch noch Legende Andres Ambühl auf dem grössten Video-Würfel Europas zu sehen ist, drehen die Fans am Rad.

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Ski-Superstar in der Garderobe:Odermatt machte Nati-Stars vor dem WM-Final heiss

Genoni muss mehrmals retten

Die Halle kocht, es ist angerichtet. Doch der Mannschaft von Jan Cadieux gelingt es nicht, wie gewünscht ins Spiel zu kommen. Im Gegensatz zum abschliessenden Duell um den Gruppensieg, das die Nati mit 4:2 für sich entschieden hatte, sind es die Finnen, die das Kommando übernehmen und dann vor allem im Powerplay gefährlich werden. Mehrfach brennt es vor Leonardo Genoni. ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen trifft die Latte. Dann liegt der Puck im Tor. Doch im Video-Review sieht auch das Schiedsrichter-Duo, was Verteidiger Tim Berni sofort signalisiert hat: Anton Lundell hatte den Puck bei seinem Treffer über der Höhe der Latte getroffen – kein Tor.

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«Einfach ein Scheissgefühl»:So reagieren die Nati-Stars auf die Final-Enttäuschung

Erst gegen Ende des Startdrittels schaffen es die Schweizer, sich in der gegnerischen Zone festzusetzen und holen dabei auf einen Schlag gleich zwei Strafen heraus. So können sie den zweiten Abschnitt während fast zwei Minuten in doppelter Überzahl spielen. Doch die Nerven flattern. Nicht eine Chance können sie sich erspielen. Wiegt die Schwere der grossen Chance, endlich das erste Gold holen zu können, zu schwer? Ist das grösste Spiel der Schweizer Hockey-Geschichte zu gross für diese Mannschaft, die sich mit neun Siegen in neun Spielen die Hoffnungen auf den grossen Coup aufgebaut hat?

Riat trifft in der Overtime nur die Latte

Doch niemand hat gesagt, dass ein WM-Final ein Spaziergang werden würde. Und nach einem sehr guten Unterzahlspiel arbeitet sich das Cadieux-Team Schritt für Schritt ins Spiel. Die Schweizer gewinnen immer mehr Zweikämpfe, machen sich und den Fans mit Checks Mut und schaffen es vermehrt, das finnische Defensivnetz in der Mittelzone mit Tempo zu durchbrechen. Und nach einer starken Aktion von Timo Meier eröffnet sich Pius Suter die erste gute Chance. Doch der erste Treffer in einem Final, nach zwei torlosen Endspielen gegen Tschechien (0:2) und die USA (0:1 n.V.) seit Meiers Tor 2018 gegen Schweden (2:3 n.P.), bleibt aus.

Die Nerven der Fans, die bisher an dieser wunderbaren Heim-WM nicht zu viel Spannung aushalten mussten und fast durchgehend feiern konnten, werden für einmal strapaziert.

Josi als MVP des Turniers ausgezeichnet

Ein Himmelreich für einen Treffer! Nach 60 Minuten steht es wie im Vorjahr gegen die USA 0:0 – 3-gegen-3-Overtime. Da ist die Spannung kaum zu ertragen. Erst trifft Jesse Puljujärvi den Pfosten, dann Damien Riat die Latte, ehe Konsta Helenius Finnland zum Titel schiesst.

Niederlage in der Verlängerung. Das tut weh. Auf den Rängen fliessen Tränen. Und auch Nati-Coach Cadieux hat Wasser in den Augen.

Foto: keystone-sda.ch

Ein kleiner Trost: Nach der Partie wird Roman Josi als MVP des Turniers ausgezeichnet. Der Captain schafft es auch in das Allstar-Team der WM, gemeinsam mit den Nati-Kollegen Leonardo Genoni und Sven Andrighetto. Komplettiert wird das Team von den Finnen Henri Jokiharju und Aleksander Barkov sowie Kanadas Superstar Macklin Celebrini.

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