Viel Stress in Hinwil
Audi-Chef Binotto muss die beiden «Wilden» stoppen

Zum neunten Mal 2026 landete ein Audi-Bolide am Ende auf dem undankbaren 11. Platz. In der letzten Runde wurde Hülkenberg in Sepang noch von Lindblad im Racing Bulls geschnappt.
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Gabriel Bortoleto kassiert in Malaysia eine 10-Sekunden-Strafe.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Im Millionen-Fight um den 7. WM-Platz blieb es deshalb ruhig – Haas-Ferrari führt eine Woche vor Singapur weiter mit 27:17-Punkten.

Aber auch dieses verrückte Rennen hat klar gezeigt: Die beiden Piloten brauchen endlich eine führende Hand und keinen kaum hörbaren und zu weichen Teamrepräsentanten wie Allan McNish. Jetzt muss Audi-Oberguru Mattia Binotto (56) einschreiten.

Die Audi-Stimmen

Nico Hülkenberg: «Es war ein ereignisreiches Rennen. Insgesamt waren wir im Kampf um die Punkte, am Ende wurde es aber erneut Platz 11. Mit meiner Leistung war ich deutlich zufriedener als gestern. Zu Beginn haben wir mit dem frühen Wechsel auf Intermediates die richtige Entscheidung getroffen. Es war von meiner Seite ein sauberes Rennen, wir haben als Team viel gelernt. Jetzt geht es direkt weiter nach Singapur.»

Gabriel Bortoleto: «Zunächst möchte ich mich bei Carlos entschuldigen. Beim Neustart habe ich ihn berührt und damit leider sowohl sein als auch mein eigenes Rennen beeinträchtigt. Ich hatte Schäden am Frontflügel und am Unterboden und lag danach zu weit zurück, um noch um etwas kämpfen zu können. Auch danach war es kein sauberes Rennen, insgesamt war es ein schwieriger Sonntag.»

Allan McNish: «Es war ein schwieriges Rennen. Die Wetterbedingungen am Start waren genau an der Grenze – zwischen den beiden Reifentypen. Das spiegelte sich auch in der Aufteilung des Feldes zwischen Slicks und Intermediates wider. Bereits in der Einführungsrunde wurde für uns klar, dass die Intermediates die richtige Wahl waren. Leider hatte Gabi eine Berührung mit Sainz, wodurch das Auto beschädigt wurde und ein zusätzlicher Boxenstopp nötig war. Zudem erhielt er eine Zehn-Sekunden-Strafe. Damit war der Kampf um die Punkte praktisch beendet. Nico hatte hingegen über das gesamte Rennen hinweg einen starken Auftritt.»

Nico Hülkenberg: «Es war ein ereignisreiches Rennen. Insgesamt waren wir im Kampf um die Punkte, am Ende wurde es aber erneut Platz 11. Mit meiner Leistung war ich deutlich zufriedener als gestern. Zu Beginn haben wir mit dem frühen Wechsel auf Intermediates die richtige Entscheidung getroffen. Es war von meiner Seite ein sauberes Rennen, wir haben als Team viel gelernt. Jetzt geht es direkt weiter nach Singapur.»

Gabriel Bortoleto: «Zunächst möchte ich mich bei Carlos entschuldigen. Beim Neustart habe ich ihn berührt und damit leider sowohl sein als auch mein eigenes Rennen beeinträchtigt. Ich hatte Schäden am Frontflügel und am Unterboden und lag danach zu weit zurück, um noch um etwas kämpfen zu können. Auch danach war es kein sauberes Rennen, insgesamt war es ein schwieriger Sonntag.»

Allan McNish: «Es war ein schwieriges Rennen. Die Wetterbedingungen am Start waren genau an der Grenze – zwischen den beiden Reifentypen. Das spiegelte sich auch in der Aufteilung des Feldes zwischen Slicks und Intermediates wider. Bereits in der Einführungsrunde wurde für uns klar, dass die Intermediates die richtige Wahl waren. Leider hatte Gabi eine Berührung mit Sainz, wodurch das Auto beschädigt wurde und ein zusätzlicher Boxenstopp nötig war. Zudem erhielt er eine Zehn-Sekunden-Strafe. Damit war der Kampf um die Punkte praktisch beendet. Nico hatte hingegen über das gesamte Rennen hinweg einen starken Auftritt.»

Praktisch bei jedem Rennen bauen seine zwei wichtigsten Mitarbeiter, Gabriel Bortoleto (21) und Nico Hülkenberg (38), einen Unfall oder verschenken bessere Positionen durch Fehler.

30'000 Euro Busse für Audi

Ja, die FIA hat mit Audi dieses Jahr fast am meisten Arbeit! Kurz nach dem Start krachten Hülkenberg und Leclerc zusammen. Die FIA entschied auf Rennunfall.

Als sich später Bortoleto mit Sainz verkrachte, fand die FIA schnell den Schuldigen: Der Brasilianer bekam eine Zehn-Sekundenstrafe. Und weil Bortoleto als einziger fünf Gummi-Stopps brauchte, landete Audis Hoffnung für die Zukunft auf dem 18. und vorletzten Platz. Gestartet war Bortoleto als Zehnter.

Doch das Rennen war für Audi noch nicht zu Ende: Hülkenberg musste mit einem Teammitglied noch bei der FIA antreten: Unsichere Abfahrt beim Boxenstopp. Das dürfte das Team noch einige Tausend Euro kosten. Das Urteil wenige Stunden später: Audi wird mit 30'000 Euro gebüsst. 20'000 werden zur Bewährung auf ein Jahr ausgesetzt.

Für die letzten sieben Rennen (und den Sprint am kommenden Samstag in Singapur) muss man bei Audi über die Bücher: Es sind zu viele Zwischenfälle, Strategiefehler und Strafen, die das Team aus Hinwil ZH zurückwerfen. Also, Herr Binotto, übernehmen Sie endlich!

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