Mühsamer Auftritt in Baku
Audi kassiert 0:6-Pleite – und wird zum achten Mal Elfter

Für einmal gibts von Audi nichts schönzureden. Hier kommt der Boxenstopp von Roger Benoit nach dem GP in Baku.
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Nico Hülkenberg zeigt, wie viel zu einem Punkt in Baku gefehlt hat.
Foto: Lukas Gorys

Darum gehts

  • Audi verliert in Baku klar gegen Haas-Ferrari
  • Hülkenberg und Bortoleto erneut ohne WM-Punkte trotz Safety-Car-Chance
  • Audi nun mit 17:27 Punkten hinter Haas, Malaysia als nächste Hoffnung
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die Reise nach Baku hat sich für GP-Neuling Audi nicht gelohnt. Ja, sie endete mit einem Debakel. Im Kampf um den 7. WM-Platz und viele Millionen Bonusgelder kassierte das Team aus Hinwil ZH gegen Haas-Ferrari eine fast schon verdiente 0:6-Niederlage – und liegt jetzt mit 17:27 zurück. Das US-Team hatte vom Donnerstag an Audi dominiert. In allen Trainings und beim Rennen: 7. Ocon, der das Team Ende Saison verlassen muss, und 9. Bearman. In den letzten acht Rennen hatte dieses Duo nicht mehr gepunktet!

Für Audi war es von den Startpositionen 17 und 18 (die schlechtesten 2026) ein langweiliger und mühsamer Auftritt in den hintersten Regionen. Bis in der Endphase zwei Crashs mit vier Ausfällen für längere Safety-Car-Phasen und neue Hoffnung sorgten. So lag Hülkenberg plötzlich auf dem 10. Platz. Doch ein kleiner Fehler des Deutschen im Kampf mit Sainz und Williams riss Nico auf den 11. Rang zurück. Zum dritten Mal in dieser Saison. Teamkollege Bortoleto, der wegen einer 10-Sekunden-Strafe (Überholen bei Gelb) gar 15. wurde, hatte diesen verfluchten 11. Platz 2026 schon fünfmal hinnehmen müssen. Hätten die Deutschen endlich einen etwas stärkeren Motor, wären aus diesen undankbarsten Klassierungen bestimmt einige WM-Punkte mehr geworden.

Die Audi-Stimmen

Nico Hülkenberg (Platz 11): «Die Punkte waren zeitweise in Reichweite, deshalb ist es enttäuschend, dass es nicht gereicht hat. Gegen Ende lag ich auf Platz 10, doch die Autos vor mir begannen zu kämpfen, was uns Zeit kostete und Carlos ermöglichte, in meinen Windschatten zu kommen. Der Williams war auf der Geraden sehr schnell, und ich konnte nicht viel tun, um ihn hinter mir zu halten. Das war an diesem Wochenende ein bisschen unsere Geschichte: Uns fehlte Topspeed, und das macht es auf dieser Strecke schwierig, Plätze gutzumachen oder sich zu verteidigen. Wir müssen das akzeptieren und weitermachen. Jetzt haben wir ein paar Tage Zeit, die Daten auszuwerten, das Paket besser zu verstehen und herauszufinden, was wir am nächsten Wochenende herausholen können.»

Gabriel Bortoleto (Platz 13): «Es war nicht das einfachste Wochenende, aber das Rennen selbst war hinsichtlich unserer Pace ziemlich vielversprechend. Das neue Paket funktioniert, insbesondere im mittleren Sektor fühlte sich das Auto ziemlich stark an. Wir hatten ein gutes Tempo hinter den anderen Autos. Nach den Schwierigkeiten am Donnerstag und Freitag war es ermutigend, das zu sehen. Auf den Geraden war das Gefühl allerdings nicht dasselbe, dort fehlte uns die nötige Geschwindigkeit. Natürlich ist es nicht ideal, wieder ausserhalb der Punkte zu landen. Trotzdem bin ich mit dem moderaten Fortschritt, den wir heute gemacht haben, zufrieden. Es gibt einige positive Dinge, die wir mit ins nächste Rennen nehmen können.»

Nico Hülkenberg (Platz 11): «Die Punkte waren zeitweise in Reichweite, deshalb ist es enttäuschend, dass es nicht gereicht hat. Gegen Ende lag ich auf Platz 10, doch die Autos vor mir begannen zu kämpfen, was uns Zeit kostete und Carlos ermöglichte, in meinen Windschatten zu kommen. Der Williams war auf der Geraden sehr schnell, und ich konnte nicht viel tun, um ihn hinter mir zu halten. Das war an diesem Wochenende ein bisschen unsere Geschichte: Uns fehlte Topspeed, und das macht es auf dieser Strecke schwierig, Plätze gutzumachen oder sich zu verteidigen. Wir müssen das akzeptieren und weitermachen. Jetzt haben wir ein paar Tage Zeit, die Daten auszuwerten, das Paket besser zu verstehen und herauszufinden, was wir am nächsten Wochenende herausholen können.»

Gabriel Bortoleto (Platz 13): «Es war nicht das einfachste Wochenende, aber das Rennen selbst war hinsichtlich unserer Pace ziemlich vielversprechend. Das neue Paket funktioniert, insbesondere im mittleren Sektor fühlte sich das Auto ziemlich stark an. Wir hatten ein gutes Tempo hinter den anderen Autos. Nach den Schwierigkeiten am Donnerstag und Freitag war es ermutigend, das zu sehen. Auf den Geraden war das Gefühl allerdings nicht dasselbe, dort fehlte uns die nötige Geschwindigkeit. Natürlich ist es nicht ideal, wieder ausserhalb der Punkte zu landen. Trotzdem bin ich mit dem moderaten Fortschritt, den wir heute gemacht haben, zufrieden. Es gibt einige positive Dinge, die wir mit ins nächste Rennen nehmen können.»

Jetzt reist das Team nach Malaysia zum nachgeholten «GP von Bahrain». Dort können die Audi-Piloten ihre jetzt verlängerten Verträge und das stark modifizierte Auto mit 14 neuen Teilen vielleicht besser feiern als in Baku. Schaffen es Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg in Sepang, den Zehnpunkte-Rückstand auf Haas zu verringern? Oder muss man plötzlich wieder auf Williams-Mercedes (fünf Punkte zurück) aufpassen? Baku kann man sofort abhaken. Es gibt für einmal von Audi nichts schönzureden!

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