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YB nach 1:2 noch im Rennen:«Brechen sie ihren Servette-Fluch, Imke Wübbenhorst?»

Servette siegt in der Fremde
Später Penalty hält YB-Meisterhoffnungen aufrecht

Servette wird seiner Favoritinnenrolle im Final-Hinspiel gegen YB lange gerecht und scheint einen komfortablen Vorsprung ins Rückspiel mitzunehmen. Ein später YB-Treffer hält die Spannung für die Reprise in Genf aber aufrecht.
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Bringt die YB-Hoffnungen zurück: Jelcic ist in der 90. Minute für den Anschlusstreffer besorgt.
Foto: keystone-sda.ch

Während am Sonntag das Wankdorf im Cupfinal der Männer zwischen St. Gallen und Stade-Lausanne-Ouchy noch mehrheitlich in Grün-Weiss daher kam, erstrahlt es am Pfingstmontag bereits wieder in den gewohnten Farben. YB empfängt Servette zum Playoff-Final-Hinspiel der Women’s Super League und will dort seinen Titel verteidigen. Die 7977 Fans geben das Motto vor: «Zäme dra gloube.» Es ist aber auch die Neuauflage des Cupfinals Ende März, den die Genferinnen knapp für sich entschieden haben und bei den Bernerinnen für eine grosse Enttäuschung gesorgt hat.

YB-Trainerin Imke Wübbenhorst sieht, wie ihr Team forsch beginnt und die Gäste mit einem hohen Pressing unter Druck setzt. Allerdings sieht sie in der fünften Minute auch einen Genfer Freistoss aus grosser Distanz. Therese Simonsson bringt diesen zur Mitte und weil niemand den Ball berührt und auch YB-Torhüterin Amanda Brunholt nicht zu ihml geht, jubelt Servette über die frühe Führung.

Es ist lange Zeit der Höhepunkt der Partie, die von vielen Fehlpässen und langen Bällen geprägt wird. Zwar übernehmen die Bernerinnen das Zepter, haben aber zu wenig Durchschlagskraft, um die Genferinnen ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Erst kurz vor der Pause, als Wübbenhorst lautstark mehr von ihren Spielerinnen gefordert hat, kommt es zu einer dicken Chance. Malaurie Granges zieht von der Strafraumkante ab und zwingt Servette-Keeperin Mickaëla Bottega zu einer starken Parade.

Simonsson bei allen Toren entscheidend

Auch nach dem Seitenwechsel sind die Bernerinnen im ereignisarmen Spiel das aktivere Team. Viele Unterbrüche und Verletzungen brechen aber den Rhythmus und nehmen Zeit von der Uhr. Rund 20 Minuten vor Schluss zeigen sich dann auch die Genferinnen wieder einmal in der Offensive – und wie: Magdalena Sobal wird in die Tiefe geschickt und sieht in der Mitte, dass Cristina Libran mitgelaufen ist. Die YB-Verteidigung ist komplett unsortiert und vergisst, dass auch Simonsson im Strafraum steht. Diese erhält den Ball und nimmt das Geschenk dankend an und trifft zum 2:0.

Die Bernerinnen werfen in der Schlussphase nochmals alles nach vorne und kommen in der 90. Minute einen Penalty zugesprochen. Simonsson blockte einen Schuss klar mit dem Arm. Maja Jelcic übernimmt die Verantwortung und verkürzt souverän zum 1:2-Endstand. Somit wartet Wübbenhorst weiterhin auf den ersten Sieg als YB-Trainer gegen Servette. Bereits am Freitag (19 Uhr) muss dieser aber spätestens kommen, wenn es mit der Mission Titelverteidigung noch klappen soll.

Das Final-Hinspiel gibts hier im Ticker zum Nachlesen:

Axa Women’s Super League 26/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Servette FC Chenois
Servette FC Chenois
8
10
19
2
Grasshopper Zürich
Grasshopper Zürich
8
15
17
3
FC Zürich
FC Zürich
8
11
15
4
BSC Young Boys
BSC Young Boys
8
4
15
5
FC Basel
FC Basel
8
2
12
6
FC Luzern
FC Luzern
8
2
11
7
Yverdon Sport FC
Yverdon Sport FC
8
-2
8
8
FC Rapperswil-Jona
FC Rapperswil-Jona
8
-5
8
9
FC St. Gallen 1879
FC St. Gallen 1879
8
-14
4
10
FC Aarau
FC Aarau
8
-23
1
Playoffs
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