Darum gehts
- Manchester City in 114 von 115 Vorwürfen schuldig gesprochen
- Mögliche Konsequenzen: Punkteabzug, Titelentzug oder Premier-League-Rauswurf
- Klub und Liga haben 14 Tage für Berufung gegen Urteil
Der englische Topklub Manchester City wurde nach mehreren Jahren Rechtsstreit in 114 von 115 Punkten schuldig gesprochen. Was droht den Skyblues? Verlässt Erling Haaland (26) jetzt den Klub? Und mit was für Konsequenzen muss City nun rechnen?
Punktabzug, Titelentzug oder Rauswurf
Die Premier League steht vor einer schwierigen Entscheidung, denn das Regelwerk für Finanzverstösse hat bis heute kein verbindliches Sanktionsraster. So kann die unabhängige Kommission einzelne Massnahmen erlassen oder sogar mit Strafen kombinieren.
Zu den möglichen Strafen zählt beispielsweise ein massiver Punkteabzug. Im Fall von ManCity gilt das als realistische Mindeststrafe, ebenso wie happige Geldstrafen in Millionenhöhe. Eine weitere, drastischere Massnahme, wäre die Aberkennung von in den letzten Jahren errungenen Titeln. Betroffen wären die Spielzeiten zwischen 2009 und 2018. City wurde in diesem Zeitraum dreimal Meister und gewann einmal den FA Cup. Ein ähnliches Schicksal ereilte in Italien bereits Rekordmeister Juventus Turin. Den Bianconeri wurden wegen Spielmanipulation die Titel von 2005 und 2006 aberkannt.
Verliert ManCity jetzt Superstar Haaland?
Spanische Medien wie «Sport» bringen den norwegischen Superstar Erling Haaland (26) bereits intensiv bei Real Madrid und beim FC Barcelona ins Spiel. Neben Haaland stehen auch Stars wie Josko Gvardiol, Enzo Fernández oder Rayan Cherki im Fokus der Konkurrenz. Sollte ManCity sanktioniert und damit in den kommenden Saisons sportlich zurückgebunden werden, wären für die Top-Spieler andere Adressen plötzlich deutlich attraktiver.
Ein kompletter Ausverkauf ist dennoch nicht zu erwarten. Haaland & Co. besitzen in ihren Verträgen keine Ausstiegsklauseln. Es ist auch nicht anzunehmen, dass Themen wie ein möglicher Abstieg bei einem Klub wie ManCity in den Verhandlungen je behandelt wurden. Zudem könnte sich der Scheich-Klub seine Stars wohl auch dann noch leisten, wenn die Einnahmen aus sportlichen Gründen deutlich zurückgehen würden.
Wie geht es weiter?
Eines ist klar: Die Verantwortlichen in Manchester werden nicht kampflos aufgeben. Schon 2014 stellte City-Präsident Khaldoon Al-Mubarak (51) klar, dass er im Zweifel lieber 30 Millionen Pfund für die 50 besten Anwälte der Welt ausgibt, als Finanzstrafen zu akzeptieren.
Sobald die unabhängige Kommission ihre schriftliche Begründung offiziell zugestellt hat, läuft die Uhr: Sowohl der Klub als auch die Liga haben ab diesem Datum exakt 14 Tage Zeit, um gegen das Urteil Berufung einzulegen. Dabei bleibt der Fall eine interne Angelegenheit der englischen Liga, denn ein Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ist nach den Liga-Statuten ausgeschlossen.
Doch selbst wenn das sportliche Verfahren damit abgeschlossen wäre, fängt der juristische Ärger für City erst richtig an: Konkurrierenden Klubs steht es danach offen, den Verein zivilrechtlich auf Hunderte Millionen Schadenersatz zu verklagen – etwa weil ihnen durch Citys Regelverstösse wertvolle Titel oder lukrative Champions-League-Einnahmen entgangen sind.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Manchester City | 6 | 11 | 18 | |
2 | Arsenal FC | 6 | 5 | 15 | |
3 | Brighton & Hove Albion | 6 | 13 | 13 | |
4 | Brentford FC | 6 | 6 | 10 | |
5 | Everton FC | 6 | 3 | 10 | |
6 | Chelsea FC | 6 | 2 | 10 | |
7 | Leeds United | 6 | 3 | 9 | |
8 | Hull City | 6 | 2 | 9 | |
9 | Liverpool FC | 6 | 0 | 9 | |
10 | Ipswich Town | 6 | -3 | 9 | |
11 | Newcastle United | 6 | -3 | 8 | |
12 | Crystal Palace | 6 | -3 | 7 | |
13 | Manchester United | 6 | 0 | 6 | |
14 | Coventry City | 6 | -6 | 6 | |
15 | Nottingham Forest | 6 | -3 | 5 | |
16 | Aston Villa | 6 | -5 | 5 | |
17 | FC Sunderland | 6 | -6 | 4 | |
18 | AFC Bournemouth | 6 | -6 | 3 | |
19 | Tottenham Hotspur | 6 | -6 | 3 | |
20 | FC Fulham | 6 | -4 | 2 |