Wildes Derby d'Italia
Sommer greift bei Juve-Siegtreffer daneben

Welch episches Spektakel im Derby d’Italia! Am Ende siegt Juve 4:3. Den Inter-Fehlstart in die Saison können auch die Schweizer nicht abwenden. Im Gegenteil.
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Manuel Akanji steht bei seinem Debüt für Inter Mailand von Beginn an auf dem Platz.
Foto: Dukas
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Alain KunzReporter Fussball

Ganz gewiss hatte sich Manuel Akanji (30) sein erstes Spiel im Dress von Inter Mailand ganz anders vorgestellt. Vier Gegentore. Bei zweien steht der Ex-Basler mittendrin, aber nicht richtig dabei. Und auch sein Landsmann Yann Sommer (36) im Tor des Vizemeisters steht seinem ehemaligen Nati-Kumpel in Sachen unglückliche Figur bei Gegentoren in nichts nach. Im Gegenteil.

Beim 2:1 von Yildiz aus rund 20 Metern kommt Sommer nicht ganz ran, berührt das Spielgerät mit den Fingerspitzen. Dasselbe beim frenetisch bejubelten 4:3 in der Nachspielzeit durch Vasilije Adzic. Die Berührung mit der Spitze der Handschuhe. Aber den Einschlag nicht verhindern können. Wieder werden einige sagen: Ein 1,90-Meter-Goalie hätte bei gleicher Sprungkraft den Ball zweimal um den Pfosten gebracht, weil der Treffer der Kugel weiter Richtung Hand und die Finger stabiler gewesen wären ...

Was zuvor abgeht, ist der nackte Wahnsinn. Ähnlich dem ersten Derby d’Italia im Vorjahr im San Siro. Damals gabs ein 4:4 ...

Deutsch-Türken überragen

Zuerst stehen die Innenverteidiger im Fokus. Nicht jene von Inter. Nicht Akanji und Co. Sondern Juves Bremer, der den Ball Weltklasse auf Innenverteidiger-Kollege Kelly auflegt. Calhanoglu gleicht aus. Ein in Deutschland geborener Türke. Das ist wichtig, denn die weiteren Tore machen nur Jungs mit demselben Background. Der Regensburger Türke Yildiz lässt Sommer wie gesagt alt aussehen. Und der Mannheimer Calhanoglu gleicht wieder aus. Eine Stunde ist vorbei. Durchschnaufen!

Nun folgt eine Familienparty. Erst bringt Marcus Thuram Inter nach einem Dimarco-Corner in Front. Kurz darauf gleicht Bruder Khephren für Juve aus, auch per Kopf. Oben auf der Tribüne lächelt Vater und Welt- und Europameister Lilian Thuram unter seinem stylischen Borsalino verschmitzt ...

Es folgt der grosse Auftritt des Teenies: Vasilije Adzic, gerade mal 19 Jahre jung. 2023 aus Podgorica in die Juve-Jugend gekommen. Es ist sein siebtes Serie-A-Spiel. Einen Einsatz von Beginn weg gabs bislang nicht. Der Montenegriner kommt total auf eine gute Halbzeit Einsatzzeit, zusammengesetzt aus homöopathischen Spielminuten. Diesmal reichen 17 plus Nachspielzeit für sein erstes Tor. Und was für ein Kracher das ist! Distanz: Fast 30 Meter. Der Ball zischt nicht ganz in den Winkel. Sommer lenkt ihn dann dorthin. Die Allianz-Arena bebt.

Und der Inter-Fehlstart ist perfekt: Drei Spiele, zwei Niederlagen. Die andere gegen ... Udinese . Neo-Coach Cristian Chivu bläst schon eine eiskalte Brise ins Gesicht mit seinen zwei Schweizern.

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Serie A 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Inter Mailand
Inter Mailand
6
10
16
2
Lazio Rom
Lazio Rom
6
7
16
3
AS Rom
AS Rom
6
11
14
4
Cagliari Calcio
Cagliari Calcio
6
3
13
5
AC Mailand
AC Mailand
6
6
12
6
Juventus Turin
Juventus Turin
6
4
11
7
Como 1907
Como 1907
6
3
11
8
SSC Neapel
SSC Neapel
6
4
10
9
Frosinone Calcio
Frosinone Calcio
6
2
10
10
Atalanta BC
Atalanta BC
6
0
9
11
Sassuolo Calcio
Sassuolo Calcio
6
0
8
12
FC Turin
FC Turin
6
-2
7
13
US Lecce
US Lecce
6
-6
6
14
Bologna FC
Bologna FC
6
-2
5
15
Udinese Calcio
Udinese Calcio
6
-4
4
16
AC Monza
AC Monza
6
-6
4
17
Genua CFC
Genua CFC
6
-6
4
18
Parma Calcio
Parma Calcio
6
-6
4
19
AC Florenz
AC Florenz
6
-7
4
20
FC Venedig
FC Venedig
6
-11
0
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