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«Wir wurden überrascht»:Nati wusste nichts vom Embolos Covid-Verfahren

«Wir wurden überrascht»
Nati wusste nichts von Embolos Covid-Urteil

Die Nati startet am Samstag (20.45 Uhr) in Skopje gegen Nordmazedonien in die Nations League. Einen Tag vor dem Auftakt äussern sich Coach Murat Yakin und Mittelfeldspieler Ardon Jashari zur anstehenden Kampagne – und auch zum Fall Embolo.
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Murat Yakin (l.) und Ardon Jashari äussern sich in Skopje zum anstehenden Nations-League-Duell gegen Nordmazedonien.
Foto: Toto Marti
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Manuela BiglerRedaktorin Sport-Desk & Respeakerin

Die Meldung sorgt am Freitagnachmittag für grosse Aufregung. Der SFV gibt bekannt, dass Breel Embolo (29) nicht zum laufenden Nati-Zusammenzug reist. Hintergrund sind gefälschte Covid-Zertifikate, für die der Nati-Stürmer verurteilt wurde. «Schweiz heute» hatte am Freitag das Strafmass aus dem Strafbefehl publik gemacht. Embolo ist also nicht dabei zum Auftakt der Nations League. Für die November-Spiele gelte das aber nicht, stellt Adrian Arnold (56), SFV-Medienverantwortlicher, am Abend an der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Nordmazedonien am Samstag (20.45 Uhr) gleich zu Beginn fest.

Dabei verrät Arnold auch, dass der Verband zuvor nichts vom Strafbefehl wusste. «Wir wurden überrascht. Breel hat uns diese Woche informiert. Wir hatten den gleichen Informationsstand wie ihr aus den damaligen Prozessberichterstattungen, dass es eine Zertifikatsangelegenheit gab. Es gab aber keine Information über ein laufendes Verfahren oder einen Strafbefehl», so Arnold.

Yakin: «Der Entscheid kam nicht von mir»

Zuvor sei man sich einig gewesen, dass Embolo nach dem Absitzen der Sperre vom WM-Viertelfinal gegen Argentinien später ins Nati-Camp reisen werde, äussert sich Murat Yakin (52) zum Fall Embolo. Dass die Meldung dann kam, sei nun leider so. Hatte der Nati-Coach Einfluss auf den Entscheid, dass Embolo beim Zusammenzug nicht dabei sein darf? «Es ist kein sportliches Thema. Das ist eine Ebene des Verbandes. Ich habe auch mitdiskutiert und war involviert, aber der Entscheid kam nicht von mir», so Yakin.

Man habe aufgrund der Sperre von Embolo mit Winsley Boteli (20) und Cedric Itten (29) für das Duell gegen Nordmazedonien geplant. «Daher müssen wir uns diesbezüglich keine Gedanken machen», zeigt sich Yakin optimistisch, dass die Nati auch ohne Embolo ein gutes Spiel zeigen wird. Für Ardon Jashari (24) ist mit den Absenzen von Embolo und Captain Granit Xhaka (33) klar: «Uns fehlen zwei wichtige Spieler. Wir stehen nun alle in der Verantwortung, ein tolles Spiel zu spielen – auch ich», so der Mittelfeldspieler, der am Samstag wohl Xhakas Position einnehmen wird.

«Versuche nicht, Xhaka zu ersetzen»

Das sei kein zusätzlicher Druck für ihn. «Ich habe schon oft gezeigt, dass ich der Mannschaft helfen kann. Auf dieser Position ist der Rekordspieler der Nati. Das hat nichts mit mir zu tun. Ich versuche auch nicht, ihn zu ersetzen. Ich möchte einfach meine Leistung abrufen», schaut Jashari auf das «spezielle und emotionale Spiel» gegen das Heimatland seiner Eltern, für das auch der Milan-Spieler hätte auflaufen können.

Das sei für ihn aber nie zur Diskussion gestanden. «Als ich damals von unserem Trainer den Anruf erhalten habe und im Zusammenhang, dass ich in der Schweiz geboren und aufgewachsen bin und dort meine ganze Ausbildung absolviert habe, kam für mich keine andere Nation ausser die Schweiz in Frage», so der Mittelfeldspieler zum Entscheid für die Nati. Auch wenn am Samstag viele Familienangehörige im Stadion sein werden, will Jashari nur eines: «Gewinnen».

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