Perfekter Einstand für FCB-Leihgabe
Ajeti versetzt Lugano in Ekstase

Vor zwei Tagen der Wechsel auf Leihbasis von Basel zu Lugano und jetzt schon Matchwinner für den neuen Klub: Albian Ajeti schiesst die Tessiner in der 94. Minute zum 1:0-Sieg gegen Servette.
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In der 94. Minute gibt es bei den Luganesi nach dem Tor von Albian Ajeti kein Halten mehr.
Foto: Michela Locatelli/freshfocus

Die Schlüsselszene

Uran Bislimi hätte seine riesige Chance in der 75. Minute wohl noch lange bereut – alleine vor dem Tor von Edvinas Gertmonas schiesst er den Ball zu hoch. Doch zu seinem Glück steht Albian Ajeti in der Nachspielzeit am richtigen Ort und beschert dem FC Lugano den fünften Sieg im fünften Super-League-Spiel.

Das Spiel

0:0 steht es bis kurz vor Schluss. Was allerdings auch nicht verwunderlich ist, treffen in der AIL Arena mit Lugano und Servette die beiden Teams aufeinander, die bislang am wenigsten Gegentreffer kassiert haben.

Die Bianconeri lassen erst in der 78. Minute den ersten Abschluss auf ihr Tor zu. Dabei erhalten die Gäste aus der Westschweiz sogar früh einen Penalty zugesprochen. Nur jagt Samuel Mraz diesen weit am Kasten vorbei (20.). Auch Tiemoko Ouattara verpasst die mögliche Genfer Führung (54.). Und in der Schlussphase kommt Kingstone Mutandwa nicht an David von Ballmoos vorbei (87.).

Lugano verstärkt zwar nach dem Seitenwechsel die Offensivbemühungen, was aber zunächst nicht den erwünschten Erfolg mit sich bringt. Die besten Möglichkeiten für den Favoriten haben Daniel dos Santos, der am Bein von Steve Rouiller scheitert (55.), und Uran Bislimi, der zu hoch zielt (75.). Besser machts dann Albian Ajeti. Der Leihgabe aus Basel gelingt mit dem 1:0-Siegtreffer in der 94. Minute der perfekte Lugano-Einstand.

Das Tor

94. Minute, Albian Ajeti, 1:0. Von Beckham Castro spickt der Ball nach Uran Bislimis Hereingabe dem einschussbereiten Ajeti vor die Füsse. Da lässt sich die neue Nummer 9 der Luganesi nicht zweimal bitten.

Der Beste

Wer sonst als Albian Ajeti? Der Stürmer, der in der 67. Minute eingewechselt wird, spielt in der Nachspielzeit eine entscheidende Rolle. Das nennt man ein gelungenes Debüt!

Der Schlechteste

Jocelyn Gourvennec legt Wert darauf, Samuel Mraz zu trösten, als dieser nach einer Stunde vom Platz geht. Das ist auch durchaus angebracht. Denn der Slowake vermasselt nicht nur seinen Elfmeter.

Die Fans

5755 Zuschauer finden an diesem Donnerstag den Weg ins Stadion und die Stimmung in der Curva Nord ist gut. Dort gelingt es den Fans in der 20. Minute, den Elfmeterschützen Samuel Mraz aus der Fassung zu bringen. 150 Fans sind aus Genf angereist und können die neue Arena in Lugano kennenlernen. Es gibt keine Zwischenfälle zu verzeichnen, auch keine Pyrotechnik.

Die Schiris

Hüseyin Sanli pfeift kein Foul, als Ahmed Kendouci Tiemoko Ouattara zu Fall bringt, wird jedoch vom VAR angefunkt. Ein offensichtlicher Fehlentscheid? Nicht unbedingt. Der Fall ist zweifelhaft. Nun, der Elfmeter wird von Samuel Mraz ohnehin verschossen... Ansonsten zögert Sanli nicht, Karten zu verteilen, auch wenn das Spiel sehr fair verläuft. Vielleicht sind nicht alle notwendig. Ansonsten gibt es nichts zu berichten.

Das gab zu reden

Der Kanton Genf ist nicht gerade für die Schnelligkeit seiner Beamten bekannt, doch anscheinend bildet dieser Anfang September eine Ausnahme. Die Arbeitserlaubnisse für die beiden neuesten Genfer Verstärkungen, David Datro Fofana und Kingstone Mutandwa, sind sehr schnell eingetroffen. So stehen die beiden Spieler bereits am Donnerstag, kurz nachdem sie ihren Vertrag unterzeichnet haben, auf dem Spielberichtsbogen. Beide kommen zudem zum Einsatz. Ein wahres Wunder, heisst es schmunzelnd in Genf, da dieser Vorgang manchmal bis zu mehreren Wochen dauern kann.

So gehts weiter

Tabellenführer Lugano duelliert sich am kommenden Sonntag auswärts mit Basel (16.30 Uhr). Bereits zweieinhalb Stunden zuvor wird Servette zu Hause von St. Gallen herausgefordert.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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