Formschwächste Abwehr der Liga
Verrückte Bilanz offenbart ein grosses FCB-Problem

Nach der 1:3-Pleite gegen St. Gallen stellt der FCB die formschwächste Abwehr der Super League. Weil die Basler in der Startphase viel zu viele Gegentreffer kassieren.
Kommentieren

Darum gehts

Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.

RMS_Portrait_AUTOR_933.JPG
Lucas WerderReporter Fussball

Mit welchem Trainer der FCB nach der Länderspielpause wieder in den Super-League-Betrieb einsteigt, ist weiter offen. Worauf der Nachfolger von Stephan Lichtsteiner (42) als Erstes seinen Fokus legen muss, ist dagegen bereits sonnenklar. 13 Gegentreffer haben die Basler in den vergangenen fünf Partien kassiert. Damit stellt der FCB die formschwächste Abwehr der gesamten Liga.

1/6
Auf den Nachfolger von Luigi Nocentini (r.) wartet viel Arbeit.
Foto: Pius Koller

Seit dem 1:0-Sieg gegen Servette am ersten Spieltag hat Basel in jedem Spiel mindestens einen Gegentreffer kassiert. Das gilt auch für die erste Cup-Runde gegen 1.-Liga-Klub Courtételle (6:1). Nach der 1:3-Heimpleite gegen St. Gallen hält Interimstrainer Luigi Nocentini (37) darum völlig zu Recht fest: «Auf diesem Level ist das nicht genug, um ein Spiel zu gewinnen!»

Völlig verrückt: Zwischen der 16. und 75. Minute hat der FCB in dieser Saison erst fünf Gegentore kassiert. Liga-Bestwert! Doch nicht nur geht den Baslern in der Schlussphase immer wieder der Saft aus, sie verpennen auch regelmässig den Start ins Spiel. Am vergangenen Wochenende gegen Luzern lag man schon nach einer Minute mit 0:1 zurück, gegen St. Gallen dauerte es neun Minuten bis zum ersten gegnerischen Treffer.

«Müssen vieles verbessern»

«Wir kassierten wieder ein frühes Gegentor durch einen einfachen Fehler», ärgert sich Nocentini. Gegen die Espen ist eine missglückte Kopfball-Rückgabe von Daniliuc dafür verantwortlich, dass Baldé zur frühen Ostschweizer Führung trifft. «Der einzelne Fehler ist aber nicht das Problem, sondern dass es immer wieder passiert», so Nocentini. «Es ist nicht möglich, jedes Mal ein Spiel noch zu gewinnen, wenn du früh in Rückstand gerätst.»

Als Blick den FCB-Interimscoach nach der Partie darauf anspricht, dass die wacklige Abwehr die grösste Baustelle für den neuen Trainer darstelle, antwortet der Italiener: «Absolut einverstanden! Wenn du vorn mitspielen willst, ist die defensive Stabilität das Wichtigste. In diesem Bereich müssen wir hart arbeiten.»

Dafür stehen dem FCB nun drei Wochen Zeit zur Verfügung, bis es am 11. Oktober auswärts gegen Aufsteiger Vaduz weitergeht. «Wenn wir es positiv sehen wollen, haben wir jetzt Zeit, alles zu analysieren und zu verstehen, was wir verbessern müssen. Und das sind viele Dinge», so Nocentini. Dessen wird sich auch der neue FCB-Trainer bewusst sein müssen.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen