FCB als Aufbaugegner
So vertrieb St. Gallen gegen Basel sein «Scheissgefühl»

Nach sechs Pleiten aus sieben Spielen verabschiedet sich der FC St. Gallen mit einem 3:1-Sieg gegen Basel in die Länderspielpause. Dass die zuletzt anfällige Ostschweizer Abwehr gegen den FCB kaum etwas zulässt, ist kein Zufall.
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Enrico Maassen hat nach dem 3:1-Sieg in Basel wenig Grund für schlechte Laune.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • St. Gallen besiegt Basel 3:1 und beendet schwierige Saisonphase erfolgreich
  • FCSG stabilisierte Defensive, liess nur zwei Schüsse aufs Tor zu
  • Mit 12 Punkten Vorsprung bleibt Lugano Tabellenführer, St. Gallen auf Platz fünf
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Lucas WerderReporter Fussball

Vom wichtigsten Spiel der bisherigen Saison will Lukas Daschner nach dem 3:1-Sieg gegen den FCB zwar nicht sprechen. Doch auch der St. Galler Vize-Captain weiss, wie wichtig dieser Erfolg für die Ostschweizer ist. Nach zuvor sechs Pleiten aus sieben Spielen verabschiedet sich der FCSG nicht nur mit drei Punkten in die Länderspielpause, sondern auch wieder vom fünften Tabellenplatz aus.

Nach den beiden deutlichen Niederlagen gegen Sion (0:3) und Lugano (1:4) habe es eine kleine Aussprache gegeben, verrät Daschner. «Wir haben uns zusammengerafft und darüber gesprochen, was gut lief und was nicht so gut lief. Wir haben das klar analysiert», so der Deutsche.

«Müssen uns da rauskämpfen»

Das Ergebnis ist im Joggeli sichtbar. Nur zwei Schüsse aufs Tor lassen die Espen in 90 Minuten zu. Einer davon ist der Penalty, den Celar kurz vor der Pause zum Ausgleich verwertet. «In Phasen, in denen es gut läuft, wird so ein Elfmeter gegen dich nicht gegeben. In Phasen, in denen es nicht so gut läuft, bekommst du solche Elfmeter gegen dich. Das müssen wir akzeptieren und solche Widerstände überwinden», erklärt Trainer Enrico Maassen (42).

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Schiri-Experte Meier erklärt:Deshalb war der umstrittene FCB-Penalty korrekt

Nach dem Seitenwechsel haben seine zuletzt defensiv anfälligen Espen dann aber alles im Griff. «Ich bin sehr zufrieden, wie meine Mannschaft heute aufgetreten ist. Es ging darum, nach dem schlechten Spiel in Lugano eine Reaktion zu zeigen», so der FCSG-Coach. Der Sieg im Joggeli sei der positive Abschluss einer schwierigen Saisonphase gewesen. Maassen: «Wenn man in acht Monaten nur drei Spiele verliert, danach in einem Monat aber fast alles, dann ist das für alle ein Scheissgefühl. Da müssen wir uns rauskämpfen.»

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Wie das am besten gelingt, sei nach zuletzt sieben Gegentoren in den letzten beiden Spielen klar gewesen. «Der Schwerpunkt lag ganz klar darauf, die Defensive zu stabilisieren», erklärt Maassen. «Wir wollten kompakter stehen und die Zweikämpfe besser bestreiten. Das ist uns ganz gut gelungen. Wir haben für ein Auswärtsspiel sehr, sehr wenig zugelassen.» Dafür habe er phasenweise auch seine Taktik etwas angepasst und die Pressinglinie etwas weiter nach hinten gezogen als sonst, erklärt der Espen-Trainer.

Mit gutem Gefühl in die freien Tage

Durch den Sieg im Direktduell schliesst St. Gallen in der Tabelle zum FCB auf. Der Rückstand auf Leader Lugano beträgt zwar noch immer 12 Punkte, die Verfolger YB und Sion liegen nun aber wieder in Reichweite der Ostschweizer. «Es ist noch früh in der Saison, alles ist noch eng zusammen. Trotzdem ist es wichtig, nicht abreissen zu lassen», findet Maassen.

Das sieht auch Carlo Boukhalfa (27) so, der als Joker erst das Tor von Witzig vorbereitet und danach selbst zum 3:1-Endstand trifft. «Uns war bewusst, wie wichtig dieses Spiel ist. Jetzt können wir in den freien Tagen richtig Kräfte sammeln und danach mit Selbstbewusstsein wieder anfangen», so der Mittelfeldspieler. Ganz ohne «Scheissgefühl».

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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