Nach zwei Spielen entlassen
Servettes Gourvennec ist noch schlechter als Vorgänger Häberli

Vor einem Jahr wurde Servette-Coach Thomas Häberli nach bloss zwei Super-League-Spielen entlassen. Nachfolger Jocelyn Gourvennec aber hat den noch viel schlechteren Punkteschnitt. Droht auch dem Franzosen ein frühes Aus?
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Servette-Coach Jocelyn Gourvennec hat einen miserablen Punkteschnitt.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Darum gehts

  • Servette-Trainer Gourvennec steht nach zwei Niederlagen vor möglicher Entlassung
  • Nur 1,4 Punkte pro Spiel für Gourvennec, weniger als Vorgänger Häberli
  • Servette verpasste 2025 Top 6 um 8 Punkte, Sieg gegen GC entscheidend
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Stefan KreisReporter Fussball

Es ist die zweitfrühste Entlassung der Super-League-Geschichte: In der letzten Saison feuert Servette Thomas Häberli nach gerade einmal zwei Super-League-Spielen und Pleiten gegen YB (1:3) und St. Gallen (1:4). Exakt ein Jahr später startet Servette erneut mit zwei Niederlagen in die Saison. Droht Häberli-Nachfolger Jocelyn Gourvennec nun ebenfalls ein frühes Aus?

Argumente in eigener Sache hat der Franzose in seinen bislang 37 Super-League-Spielen an der Seitenlinie der Genfer nicht gesammelt. Im Gegenteil. Bloss 1,4 Zähler holte der 54-Jährige im Schnitt in der Super League. Zum Vergleich: Häberli, den sie im Stade de Genève nicht mehr wollten, kommt in seinen 40 Super-League-Spielen auf einen Schnitt von 1,5 Punkten. Und wurde in erster Linie deswegen entlassen, weil der Klub nach dem Abgang von René Weiler einen Kurswechsel vorgenommen hat und die Sportkommission um Alain Geiger einen eigenen Mann installieren wollte.

Greift der neue Sportchef bald durch?

Nun hat Servette mit dem Engländer John Williams erneut einen neuen Sportchef am Ruder, was für einen Trainer immer zusätzlichen Druck bedeutet. Zwar ist Gourvennec, der in seiner Karriere unter anderem Bordeaux, Lille und Nantes trainierte, zweifellos ein Fussballfachmann, am Ende aber entscheiden die Resultate über seine Zukunft.

Ein Sieg am Samstag gegen GC ist Pflicht, sonst könnte Gourvennec schon bald Geschichte sein. Weil die Verantwortlichen aufgrund der letzten Saison wissen, wie gross die Hypothek nach einem schlechten Saisonstart ist. Trotz ansprechender Rückrunde verpasste man die Top 6 um acht Punkte. Ein ähnliches Szenario will man unbedingt verhindern, intern träumen die Bosse gar vom internationalen Geschäft.

Gourvennec selbst macht vor dem Spiel gegen GC nicht den Eindruck, als zittere er um seinen Job. Auf die Frage, ob er besorgt sei, antwortet der Franzose: «Nein. Ich sehe, wie die Spieler arbeiten. Wir haben wieder eine gute Trainingswoche hinter uns. Wenn man gut arbeitet, wird man irgendwann die Früchte ernten.»

Hoffnung macht dem 54-Jährigen, dass mit den Hoppers eine Mannschaft kommt, die aufgrund der individuellen Klasse der Genfer zu packen sein müsste. Wenn nicht, dann könnte Gourvennec die drittfrühste Entlassung der Super-League-Geschichte werden.

Für immer auf Rang 1 wird wohl Raphael Wicky liegen, der 2018 beim FC Basel nach nur einem Super-League-Spiel entlassen wurde.

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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