SFV profitiert von Nachwuchsförderung
So viel Schweiz steckt im FC Vaduz

Kein anderer SFL-Klub hat in den letzten vier Jahren mehr Schweizer geholt als der FC Vaduz. Was dahinter steckt. Und welche Nati-Ikone den Schritt in den Rheinpark als den vielleicht wichtigsten seiner Karriere bezeichnet.
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Dank Lutfi Dalipi liegt der FCV in der Nachwuchstrophy auf Platz 5.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

Pascal Schürpf ist «vierfacher Cup-Sieger im Ausland», wie der langjährige Super-League-Profi letzte Woche im «FORZA!»-Podcast mit einem Schmunzeln erwähnt. Zwar gehören die Finalsiege gegen Eschen-Mauren (6:0; 5:1), den FC Triesenberg (5:0) und den FC Schaan (11:0) nicht zu den herausragendsten Leistungen seiner Karriere. Trotzdem wäre Schürpf wohl nicht zum 292-fachen Super-League-Spieler geworden, hätte er zu Beginn seiner Karriere nicht für den FC Vaduz gekickt. Auch Yann Sommer lancierte seine Laufbahn einst im Ländle und wechselte im Alter von 18 Jahren zum FC Vaduz in die Challenge League. Internationale Auftritte in der Europa-League-Quali inklusive.

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Zwar gehen nicht alle ehemaligen FCV-Spieler denselben Weg wie der langjährige Nationalgoalie, trotzdem gilt der Rheinpark als Sprungbrett für junge Talente. Kein anderer Verein der Swiss Football League (SFL) hat in den letzten vier Jahren mehr Schweizer verpflichtet, wie das Fussballmagazin «Zwölf» in seiner neuesten Ausgabe ausgerechnet hat. Satte 31 sind es an der Zahl. Auf Rang 2 liegt der FC Thun mit 27 Schweizern, auf den Rängen folgen Sion (19), YB (19), Basel (16), Luzern (16), GC (15), Lugano (14), St. Gallen (14), Servette (9) und Lausanne (8). Auf dem letzten Platz liegt der FCZ mit bloss fünf geholten Schweizern. Was aber nicht heisst, dass die Zürcher nicht auf einheimisches Schaffen setzen. Sondern auf gute Nachwuchsarbeit. Nicht ohne Grund liegt der FCZ in der Nachwuchstrophy der Swiss Football League unangefochten auf dem ersten Platz.

Dalipi als Sinnbild der Strategie

Vaduz liegt in dieser Statistik auf Rang 5. In erster Linie dank Lutfi Dalipi (20), der in bislang allen neun Super-League-Spielen in der Startelf stand und zu den Entdeckungen der Saison gehört. Der Freiburger gehört YB, hatte im Star-Ensemble der Berner aber keine Chance, sich zu entwickeln, sprich überhaupt auf Einsatzminuten zu kommen. Nun hat er nach neun Super-League-Spielen bereits 11 Skorerpunkte auf dem Konto (3 Tore, 8 Assists). Dass Dalipi im Ländle aufblüht, hat auch damit zu tun, dass der Druck im Rheinpark geringer ist und es jungen Spielern leichter fällt, abseits der Öffentlichkeit die ersten Schritte im Profi-Bereich zu sammeln.

Diese Erfahrung hat auch Yann Sommer gemacht. Auf die Frage, wann er so richtig Glück hatte, antwortete der Goalie einst im «Tages-Anzeiger»: «Der vielleicht wichtigste Entscheid meiner Karriere war, dass ich mich 2007 mit 18 vom FC Basel zum FC Vaduz ausleihen liess. Ich spielte eine starke Saison, wir stiegen auf. Von da an nahm alles seinen Lauf.»

Dasselbe gilt für Schürpf, der nach seinem Abstecher ins Ländle zur Luzerner Vereinslegende wurde und seine Karriere 2021 mit dem Cupsieg krönte.

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
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