Die grössten Transfer-Flops der Super League
Nicht nur FCB-Duo ist bisher ein Fehlgriff

In Basel, in Bern und im Wallis können noch nicht alle Sommer-Transfers überzeugen. Gleich drei Goalies, die in dieser Saison in die Super League gewechselt sind, landen im Flop-Ranking von Blick.
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Fussball-Redaktion

Über 80 neue Spieler haben die Super-League-Klubs in diesem Sommer verpflichtet. Nach den zehn Top-Transfers gibts von Blick nun auch die zehn grössten Fehleinkäufe der Liga.

1

Aaron Malouda (20, Flügelspieler, Basel)

2,7 Millionen Euro soll der FCB in diesem Sommer an Sabah FK aus der aserbaidschanischen Premyer Liqa überwiesen haben. Genau 100 Minuten ist der Offensivspieler dafür bislang zum Einsatz gekommen und hat genau gleich viele Startelf-Einsätze wie Tore auf dem Konto: null. Dabei schrieb der FCB bei dessen Verpflichtung von einer «unmittelbaren Verstärkung». In Basel ist der Sohn des ehemaligen Chelsea-Stars Florent Malouda hinter Asane Sow, Kazeem Olaigbe und Philip Otele derzeit aber nur Flügelspieler Nummer vier.

Hat noch keinen einzigen Startelf-Einsatz auf dem Konto: Aaron Malouda.
Foto: Toto Marti
2

Noah Christoffersson (27, Stürmer, Thun)

Anfang September holte der Meister den Schweden aus dessen Heimat – für eine Ablöse, die mit Bonuszahlungen bis auf 1,8 Millionen Euro anwachsen kann. Damit ist Christoffersson der neue Rekord-Einkauf der Berner Oberländer. Viel für sein Geld hat Thun bislang aber nicht bekommen. Fünf Einsätze, davon einer von Beginn an, null Tore. Dabei sollte der Mittelstürmer eigentlich voll im Saft sein. In der schwedischen Liga, die über ein Kalenderjahr ausgetragen wird, stand er seit Mai in fast jedem Spiel 90 Minuten auf dem Platz.

Thuns Rekordtransfer Noah Christoffersson wartet noch auf seinen ersten Treffer.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
3

Edvinas Gertmonas (30, Goalie, Servette)

Statt ständig zwischen Jérémy Frick und dem inzwischen zu YB abgewanderten Joël Mall hin- und herzuwechseln, hat man sich in diesem Sommer entschieden, eine neue Nummer eins zu verpflichten. Dabei fiel die Wahl auf Gertmonas, der von Cluj an den Genfersee wechselte. Das Goalie-Problem hat der litauische Nationalkeeper aber nicht gelöst, der Neuzugang ist ein Unsicherheitsfaktor, der Servette schon den einen oder anderen Punkt gekostet hat.

Die neue Genfer Nummer eins Edvinas Gertmonas kann noch nicht überzeugen.
Foto: Claudio Thoma
4

Simon Simoni (22, Goalie, Luzern)

Drei Ligaspiele, drei Patzer. Allein deshalb steht er auf dieser Liste. Die Wahrheit ist aber auch: Simoni hatte eine undankbare Aufgabe. Nach zwei Jahren ohne Spielpraxis in Deutschland wurde er in Luzern nach einem Probetraining als Loretz-Nachfolger ins kalte Wasser geworfen. Und als wäre das nicht genug, war die Luzerner Abwehr vor ihm löchrig wie ein Emmentaler. Keine einfachen Voraussetzungen also für den Start in ein neues Abenteuer. Inzwischen sitzt Simoni als Ersatzgoalie auf der Bank. Wann er wieder zwischen den Pfosten stehen darf? Unklar.

Simon Simoni hat seinen Stammplatz im Luzerner Tor an Karlo Letica verloren.
Foto: keystone-sda.ch
5

Jonas Omlin (32, Goalie, Basel)

Der Obwaldner kann einem leidtun. Diesen Sommer hat Omlin seinen gut dotierten Vertrag in Gladbach aufgelöst, um zum FCB zurückzukehren. Der Grund: Der vierfache Nationalspieler wollte endlich wieder regelmässig zum Einsatz kommen. Doch daraus ist bislang nichts geworden. Erst war er krank, dann verletzt, dann noch einmal verletzt. Erst 135 Pflichtspielminuten hat Omlin bislang sammeln können.

Jonas Omlin ist bei seiner Rückkehr nach Basel bislang vom Pech verfolgt.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus
6

Lorenzo Villa (23, Innenverteidiger, Sion)

Mit der Verpflichtung des Italieners aus der U23 von Juventus Turin reagierten die Walliser auf die Verletzung von Abwehrchef Kresnik Hajrizi. Doch der Sommer-Neuzugang scheint noch überhaupt nicht für die Super League bereit zu sein. Im Cup gegen Kerzers (2. Liga regional) erhielt er 25 Minuten Einsatzzeit. Dazu kommen drei Spiele für die U21 von Sion. Auf sein Debüt in der höchsten Schweizer Spielklasse wartet Villa dagegen noch.

Im Wallis wartet Lorenzo Villa noch immer auf seine ersten Einsatzminuten.
Foto: keystone-sda.ch
7

Tyler Fredricson (21, Innenverteidiger, Lausanne)

Im vergangenen Dezember kam der ManUnited-Junior in der Premier League zu einem Kurzeinsatz gegen Newcastle United. Der Durchbruch bei den Red Devils ist dem Abwehrspieler aber nicht gelungen. Nun ist er im Waadtland gelandet. Auch wenn der Einkauf von Fredricson aufgrund der Ineos-Verbindung einigermassen preiswert gewesen sein dürfte, hat sich die Verpflichtung bislang nicht gelohnt. Zwei Spiele, zwei Niederlagen und ein Mittelfussbruch, der ihn bis mindestens Jahresende ausser Gefecht setzen wird.

Tyler Fredricson fehlt Lausanne bis zum Ende des Jahres.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
8

Julian von Moos (25, Stürmer, GC)

Nach acht Jahren ist der ehemalige GC-Junior zurück bei den Hoppers. Auf seinen ersten Einsatz wartet der Stürmer aber noch. Der Ostschweizer fällt seit Wochen verletzt aus. Wirklich überraschend kommt das leider nicht. In den vergangenen beiden Saisons verpasste von Moos im Trikot von Servette und Luzern insgesamt 35 Spiele. Auch deshalb haben die Genfer den Angreifer in diesem Sommer fast gratis zu seinem Jugendklub weiterziehen lassen. In dieser Saison stand der Ex-U21-Natispieler bislang acht Minuten auf dem Platz. Für Servette. Gegen GC.

Kurios: Hoppers-Stürmer Julian von Moos hat in dieser Saison schon gegen, aber noch nie für GC gespielt.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
9

Isaac Schmidt (26, Rechtsverteidiger, YB)

Nein, richtig tief in die Tasche musste YB für die Verpflichtung des fünffachen Nationalspielers nicht greifen. Um die 1,3 Millionen sollen die Berner für den Aussenverteidiger an Leeds überwiesen haben. Dafür bezieht Schmidt bei seinem neuen Klub ein durchaus ordentliches Gehalt. Auf der rechten Abwehrseite hat derzeit aber trotzdem Eigengewächs Lewin Blum die Nase vorne, wodurch der Lausanner bereits mehrfach auf die Linksverteidiger-Position ausweichen musste. Offensiv noch ohne Skorerpunkt. Und hinten ist Schmidt Teil der Berner Rumpelabwehr, die in den letzten sieben Spielen immer mindestens zwei Gegentore kassiert hat.

Isaac Schmidt ist noch nicht in Bern angekommen.
Foto: Toto Marti
10

Fodé Sylla (20, Mittelfeldspieler, Sion)

Der junge Franzose hat in dieser Saison durchaus Argumente geliefert, die ihm einen Platz in der Top-Liste hätten einbringen können. Der ehemalige Yverdon-Profi, den die Walliser für eine Million Euro von Lens verpflichtet haben, ist im Mittelfeld polyvalent einsetzbar und überzeugt mit starker Zweikampfquote. Das Problem: In seinen bisherigen acht Einsätzen hat Sylla nicht nur ein Tor erzielt, sondern ist auch schon zweimal vom Platz geflogen.

Starke Leistungen, aber zu viele Aussetzer, so lässt sich der Saisonstart von Fodé Sylla zusammenfassen.
Foto: keystone-sda.ch
Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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