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Nach vier Niederlagen in Serie
Espen-Befreiungsschlag – aber Sorgen um Görtler

St. Gallen feiert nach vier Niederlagen in Serie wieder einen Sieg. Doch die Espen bangen um ihren Captain, der die Partie nicht zu Ende spielen kann.
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Der FCSG gewinnt nach vier Pflichtspielniederlagen wieder.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Die Schlüsselszene

Der Führungstreffer von Aliou Baldé. Gegen ein Servette, das alles andere als selbstbewusst auftritt, macht St. Gallen von Beginn weg Druck – was dank des guineischen Stürmers bald Früchte trägt. Das kriselnde Servette ist schon früh nicht mehr in der Lage, zu reagieren.

Das Spiel

Am Mittwoch im Letzigrund gegen GC war die Chancenverwertung noch das grosse St. Galler Manko, beim 2:0-Sieg in Genf sitzt gleich der erste Versuch. Die in der Startphase sehr aufsässigen Espen nutzen einen hohen Ballgewinn zur frühen Führung.

Servette hat in der ersten Halbzeit zwar fast zwei Drittel Ballbesitz, beisst sich an der Ostschweizer Abwehr aber die Zähne aus. Wenn es gefährlich wird, dann vor Grenat-Goalie Edvinas Gertmonas. Der Litauer pariert die beste Chance zum 2:0 in der 19. Minute, bei der Christian Witzig aber auch unpräzise abschliesst, mit dem Fuss.

Auch nach der Pause gelingt den Gästen dank des frisch eingewechselten Nevio Scherrer ein Blitzstart. Servette stellt sich in der Defensive, die bisher eigentlich die Stärke in dieser Saison war, immer wieder ungeschickt an.

Vorne fehlt auch mit den Sturm-Neuzugängen Kingstone Mutandwa (Leihe mit Kaufoption von Cagliari) und David Datro Fofana (von Chelsea) die Durchschlagskraft.

So rutschen die Genfer nach dem sechsten Spiel ans Tabellenende ab. St. Gallen landet nach vier Niederlagen (zweimal Liga, zweimal Conference League) wieder einen Erfolg.

Die Tore

6. Minute, Aliou Baldé, 0:1. Mathis Lambourde verliert den Ball unter Druck im eigenen Drittel an Chima Okoroji, der den Ball direkt zu Baldé spitzelt. Dieser behauptet die Kugel gegen die Grätsche von Pedro Naressi, zieht links im Strafraum zur Mitte und schlenzt haargenau flach in die weite Ecke.

50. Minute, Nevio Scherrer, 0:2. Ein langer Ball von Okoroji reicht, um die komplette Grenat-Abwehr auszuhebeln. Marco Burch lässt den 18-jährigen Stürmer im Laufduell viel zu einfach gewähren – dieser sagt danke.

Die Stimme (gegenüber Blue)

Chima Okoroji (FCSG): «Wir haben uns viel vorgenommen, die letzten Spiele waren schwierig für uns. Heute war das Ziel, dass wir über die Defensive kommen. Wir wussten, dass wir zu unseren Momenten kommen, weil wir in allen Spielen unsere Chancen hatten. Die haben wir heute genutzt und deshalb sind wir voll zufrieden mit den drei Punkten.»

«Er wird auf alle Fälle ein bisschen ausfallen. Wir werden für ihn kämpfen, für ihn Spiele gewinnen und uns voll reinhauen für unseren Captain. Er wird uns enorm fehlen, aber wir werden das auffangen», sagt er zur Verletzung von Lukas Görtler.

Der Beste

Nevio Scherrer – hat sofort Einfluss aufs Spiel. Der junge Stürmer, der zur Halbzeit für den schwach spielenden Christian Witzig eingewechselt wird, erzielt sofort das 2:0 und stellt eine ständige Gefahr für die Genfer Abwehr dar.

Der Schlechteste

Besonders beunruhigend ist die Art und Weise, wie Marco Burch beim 2:0 von Nevio Scherrer ausgespielt wird. Der sonst so solide Obwaldner wirkt in dieser Situation sehr schwerfällig. Auch danach zeigt er keine Besserung, sondern agiert regelmässig ungeschickt. Doch auch sein Nebenmann Steve Rouiller sorgt nicht für viel mehr Vertrauen.

Das gab zu reden

Servette-Captain Timothé Cognat muss kurz vor der Halbzeitpause auf der Bahre vom Platz getragen werden – hat er sich schwer verletzt? Es scheint, als sei der Knöchel des französischen Mittelfeldspielers bei einem Zusammenprall mit Lawrence Ati Zigi in Mitleidenschaft gezogen worden. Sein Ausscheiden lässt jedenfalls das Schlimmste befürchten. Erst recht, als man ihn nach der Pause mit Knöchelschiene auf der Ersatzbank sitzen sieht.

Nach einer Stunde fällt mit Lukas Görtler auch St. Gallens Captain aus. David Douline fällt in einem Zweikampf unglücklich mit vollem Gewicht auf ihn. Mit schmerzverzerrtem Gesicht lässt sich der Deutsche am Spielfeldrand die Schultergegend kühlen.

Die Fans

Rund 250 Fans des FC St. Gallen reisen an diesem Sonntag quer durch die Schweiz. Die Ultras von Servette buhen ihre Mannschaft in der ersten Halbzeit aus, als diese es nicht schafft, nach vorne etwas zu kreieren. Ausserdem protestieren sie mit Transparenten gegen den Mangel an Informationen bezüglich ihrer Auswärtsreise nach Lausanne am kommenden Sonntag. Insgesamt sind 7800 Zuschauer im Stadion. Es kommt weder zu Zwischenfällen noch zum Einsatz von Pyrotechnik.

Die Schiris

Urs Schnyder leitet das Spiel hervorragend, es gibt nichts zu beanstanden. Er setzt die Karten mit Bedacht ein und zeigt bei Bedarf Autorität. Der VAR widerspricht ihm kein einziges Mal. Einziger Wermutstropfen: Bei der Aktion, die zur Verletzung von Lukas Görtler führt – der sich wohl am Schlüsselbein verletzt hat –, hätte er vielleicht schneller pfeifen können.

So gehts weiter

St. Gallen empfängt am nächsten Samstag (18 Uhr) Sion. Servette reist am Sonntag nach Lausanne zum Léman-Derby (16.30 Uhr).

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
10
24
28
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
10
15
22
3
FC Sion
FC Sion
10
6
19
4
FC St. Gallen
FC St. Gallen
10
-2
16
5
FC Zürich
FC Zürich
10
-4
14
6
Servette FC
Servette FC
10
1
13
7
FC Basel
FC Basel
10
-3
13
8
FC Luzern
FC Luzern
10
-5
12
9
FC Thun
FC Thun
10
-10
10
10
FC Vaduz
FC Vaduz
10
0
9
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
10
-13
8
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
10
-9
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Die letzten Spiele
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