Die Schlüsselszene
Was haben Lukas Daschner, Carlo Boukhalfa und Christian Witzig gemeinsam? Alle drei St. Galler haben in der 65. Minute vor dem Basler Strafraum viel zu viel Platz. Und so kommt Witzig nach einer simplen Ballstafette aus 20 Metern frei zum Abschluss und trifft mit seinem platzierten Flachschuss zum 2:1 für den FCSG. Und welche Gemeinsamkeiten haben ein Einhorn und eine Reaktion des FCB? Beides gibt es nicht.
Das Spiel
Der FC Basel kann froh sein, in der 22. Minute nicht schon das 0:2 zu kassieren. Nach einem langen Einwurf von links flippert der Ball im Fünf-Meter-Raum plötzlich vor die Füsse von Colin Kleine-Bekel. Der FCSG-Verteidiger scheitert am Pfosten.
Dank eines glücklichen Elfmeter-Pfiffs kurz vor der Halbzeit gehen die Basler, die nach dem Offensiv-Spektakel gegen Luzern (4:2) erschreckend harmlos bleiben, sogar mit einem Unentschieden in die Pause.
Da die Espen nach einer Verschnaufpause zu Beginn des zweiten Durchgangs aber eine halbe Stunde vor Schluss wieder den Takt erhöhen und in der Person von Christian Witzig auch treffen, gibts für die Bebbi im zweiten – und wohl letzten – Spiel unter Interimstrainer Luigi Nocentini nichts zu holen. Der FCSG, der nur eines der letzten sieben Pflichtspiele gewinnen konnte und unlängst gegen Sion und Lugano chancenlos war, kann sich über eine starke Leistung und drei Punkte freuen.
Die Tore
9. Minute, Aliou Baldé, 0:1. Nach einem langen Schlag von FCSG-Goalie Lawrence Ati Zigi schläft die Basler Defensive. Flavius Daniliuc will den Ball zum Torhüter zurückköpfeln, spielt aber den perfekten Steilpass für Baldé, der keine Mühe hat, Mirko Salvi zu überwinden.
43. Minute, Zan Celar, 1:1. Startelf-Debütant zieht von links in den Strafraum und kommt im Zweikampf mit Jozo Stanic zu Fall, Schiri Sven Wolfensberger zeigt auf den Punkt – ein sehr harter Entscheid. Celar verwandelt auch seinen vierten Penalty im FCB-Trikot.
65. Minute, Christian Witzig, 1:2. Millimeter-Arbeit: Witzig schiebt den Ball aus knapp 18 Metern in die rechte untere Ecke – Mirko Salvi streckt sich vergeblich.
85. Minute, Carlo Boukhalfa, 1:3. Akpe Victory klärt gegen Nevio Scherrer – doch nur bis zu Boukhalfa. Der Deutsche läuft im Rücken der Abwehr in Position und schiebt eiskalt ein.
Die Stimmen
Mirko Salvi (FCB; gegenüber Blue): «Wir haben nicht geschafft, unser Spiel zu spielen. Es war ungenügend auf unserer Seite. Wir hatten nach vorne zu wenige Aktionen, die St. Galler waren cleverer», sagt der Goalie, dessen Vertragsverlängerung vor dem Spiel bekannt gegeben wurde.
Christian Witzig (FCSG; gegenüber Blue): «Viel Arbeit liegt hinter uns. Es lief nicht immer gut, aber heute ist der Knopf aufgegangen. Ich sah ganz viele Gegner vor mir, aber habe gesehen, dass die rechte Ecke offen ist. Wir hätten sogar noch mehr Tore schiessen können.»
Der Beste
Mihailo Stevanović. Der ehemalige FCB-Junior glänzt als Abräumer vor der Abwehr mit einer überragenden Zweikampfquote. Verhindert mit einer starken Grätsche gegen Koloto den späten Ausgleich.
Der Schlechteste
Jonas Harder. Dass der junge Italiener viel Talent mitbringt, ist unbestritten. Zieht in seinem dritten Startelf-Einsatz aber einen gebrauchten Tag ein und muss wie schon vor zwei Wochen gegen Lugano schon zur Pause raus.
Das gab zu reden
Abschiedsspiel für Luigi Nocentini. Nach der Länderspielpause dürfte der Basler Interimscoach wieder zurück ins zweite Glied rücken. Gegen St. Gallen wird vor allem in der zweiten Halbzeit ersichtlich, dass der Italiener kein Zauberer ist. Nach dem Führungstreffer der Espen kommt vom FCB überhaupt nichts mehr.
Die Fans
27’872 Fans sehen im Joggeli, wie der FCB auch nach acht Spielen weiterhin auf einen Sieg gegen St. Gallen warten muss. Für deutlich mehr Freude als das Resultat sorgt vor Anpfiff die Meldung, dass Goalie Mirko Salvi seinen Vertrag bis 2029 verlängert hat.
Die Schiris
In der Startphase hat der FCB Glück, dass Schiedsrichter Sven Wolfensberger nicht auf den Punkt zeigt. Victory begrüsst Ex-FCB-Stürmer Hunziker bei seiner Rückkehr ins Joggeli mit einer herzlichen Umarmung im Strafraum. Der Unparteiische drückt aber beide Augen zu.
Kurz vor der Pause wertet Wolfensberger auf der anderen Seite die Aktion von Stanic gegen Michelin als Penalty. Der Entscheid geht in Ordnung, bei einem Nicht-Pfiff hätte sich VAR Michèle Schmölzer aber wohl kaum eingeschaltet.
So gehts weiter
Die Super League geht in die XXL-Länderspielpause. Erst in drei Wochen, am 11. Oktober, geht es für den FCB in Vaduz weiter (16.30 Uhr). Auch der FCSG spielt erst an jenem Sonntagnachmittag wieder – zu Hause gegen Schlusslicht Lausanne.
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 10 | 24 | 28 | |
2 | BSC Young Boys | 10 | 15 | 22 | |
3 | FC Sion | 10 | 6 | 19 | |
4 | FC St. Gallen | 10 | -2 | 16 | |
5 | FC Zürich | 10 | -4 | 14 | |
6 | Servette FC | 10 | 1 | 13 | |
7 | FC Basel | 10 | -3 | 13 | |
8 | FC Luzern | 10 | -5 | 12 | |
9 | FC Thun | 10 | -10 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 10 | 0 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 10 | -13 | 8 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 10 | -9 | 6 |