Tagebuch-Fan, Künstler, Tattoo-Gegner
Diese 22 Typen duellieren sich um den WM-Titel

Spanien und Argentinien stehen sich im am Sonntagabend (21 Uhr) im WM-Final gegenüber. Blick prognostiziert die Startaufstellungen und stellt die einzelnen Akteure etwas näher vor.
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Darum gehts

  • Spanien beeindruckt an der WM mit starker Defensive und nur einem Gegentor
  • Torhüter Unai Simon stellte einen Rekord mit 650 Minuten ohne Gegentor auf
  • Lamine Yamal (19) ist Spaniens Superstar
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Lucas WerderReporter Fussball

«Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Titel», lautet das Motto des Europameisters Spanien. Erst ein einziges Gegentor haben die Iberer an dieser Endrunde erhalten – doch auch im Sturm hat das Team von Luis de la Fuente Qualitäten, allen voran Barça-Juwel Lamine Yamal.

Unai Simon (29, Tor), Athletic Bilbao

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Unai Simon musste erst einmal hinter sich greifen.
Foto: Getty Images

Stellte während des Turniers einen neuen WM-Rekord von 650 Minuten ohne Gegentor auf. Verzichtet seit einigen Jahren bewusst auf soziale Medien, weil ihn diese positiv und negativ zu stark beeinflusst hätten.

Pedro Porro (26, Abwehr), Tottenham Hotspur

Pedro Porro schoss im Halbfinal das 2:0.
Foto: Getty Images

Nach den heftigen Überschwemmungen im Grossraum Valencia im Herbst 2024 spendete er einen Teil seines Gehalts. Sorgte mit Aussagen über einen Abfalleimer auf Social Media für Verwirrung bei den Tottenham-Fans.

Pau Cubarsi (19, Abwehr), Barcelona

Pau Cubarsi hat grossen Anteil an der defensiven Stabilität.
Foto: Getty Images

Könnte als Stammspieler der siebtjüngste Weltmeister der Geschichte werden. Wäre aber trotzdem älter als Teamkollege Lamine Yamal, der Platz vier einnehmen würde.

Aymeric Laporte (34, Abwehr), Athletic Bilbao

Aymeric Laporte wird nach dem Finaleinzug von den Emotionen übermannt.
Foto: Getty Images

Ist in Frankreich geboren und wurde mehrfach für die französische A-Nationalmannschaft aufgeboten, kam aber nie zum Einsatz. 2021 debütierte er nach einem Nationenwechsel für die Furia Roja.

Marc Cucurella (27, Abwehr), Chelsea/Real Madrid

Marc Cucurella hat einen autistischen Sohn und spricht öffentlich darüber.
Foto: Getty Images

Vergangenes Jahr sprachen er und seine Frau in mehreren emotionalen Interviews öffentlich über ihr Familienleben und welche Herausforderungen es mit sich bringt, Eltern eines autistischen Sohnes zu sein.

Rodri (30, Mittelfeld), Manchester City

Rodri ist der Denker und Lenker im Mittelfeld.
Foto: Imago

Der einzige spanische Ballon-d’Or-Gewinner seit 1960 spricht Englisch mit einem US-Akzent, weil er mit 14 ein Feriencamp in Connecticut besuchte. Meidet Social-Media.

Fabian Ruiz (30, Mittelfeld), Paris Saint-Germain

Fabian Ruiz hat sich im Turnierverlauf in die Startelf gespielt.
Foto: Getty Images

Der zweifache Champions-League-Sieger hat keines seiner 49 Länderspiele verloren. Stammt aus dem andalusischen Städtchen Los Palacios Villafranca, das berühmt für seine Tomaten ist.

Lamine Yamal (19, Mittelfeld), FC Barcelona

Lamine Yamal ist der Superstar im spanischen Team.
Foto: Getty Images

Der Sohn einer Äquatorialguineerin und eines Marokkaners schwenkte an der Meisterfeier im vergangenen Mai eine Palästina-Flagge. Von Trainer Hansi Flick gabs Kritik, vom spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez Lob.

Dani Olmo (28, Mittelfeld), Barcelona

Dani Olmo spricht fliessend Kroatisch.
Foto: Getty Images

Spricht aus seiner Zeit bei Dinamo Zagreb (2015–2020) fliessend Kroatisch. Ist mit der deutschen Influencerin Laura Abla Schmitt zusammen und grosser Formel-1-Fan.

Alex Baena (24, Mittelfeld), Atlético Madrid

Alex Baena ist einer von vier Olympiasiegern bei den Spaniern.
Foto: Getty Images

Einer von vier Olympiasiegern von 2024 im spanischen Team. Stammt aus einfachen Verhältnissen, seine Mutter betrieb einen Verkaufsstand mit Kleidern und Accessoires, sein Vater war Sicherheitsmann in einem Casino.

Mikel Oyarzabal (29, Sturm), Real Sociedad

Mikel Oyarzabal hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft.
Foto: Getty Images

Alle seine 437 Profi-Spiele hat er für Real Sociedad bestritten. In der Nationalmannschaft sind ihm in den letzten 18 Einsätzen 17 Treffer gelungen. Hat einen Uni-Abschluss in Betriebswirtschaft.

Bei Argentinien sind alle Augen auf Lionel Messi gerichtet. Der 39-jährige Superstar spielt ein überragendes Turnier, doch auch seine Mitspieler haben einen enormen Einfluss auf die erneute Finalteilnahme.

Emiliano Martinez (33, Tor), Aston Villa

Emiliano Martinez ist auf dem Platz eine Reizfigur.
Foto: Getty Images

Trägt den Spitznamen «Dibu», benannt nach einer argentinischen Zeichentrickfigur. Auf dem Platz ein Provokateur, daneben spricht er offen über das Thema mentale Gesundheit.

Nahuel Molina (28, Abwehr), Atlético Madrid

Nahuel Molina spielt nur für seine Nation als Stammspieler.
Foto: Getty Images

Bei seinem Klub regelmässig nur Ersatz, in der Nationalmannschaft aber gesetzt. Gilt als Spätzünder und stiller, introvertierter Arbeiter.

Cristian Romero (28, Abwehr), Tottenham Hotspur

Cristian Romero verpasste das letzte Saisonspiel bei seinem Klub.
Foto: Getty Images

Der Tottenham-Captain musste Ende Mai im entscheidenden Saisonspiel gegen den Abstieg verletzt passen. Wollte die Partie für eine Argentinien-Reise schwänzen, kehrte dann aber doch rechtzeitig zurück.

Lisandro Martínez (28, Abwehr), Manchester United

Lisandro Martinez hat einen aussergewöhnlichen Spitznamen.
Foto: Getty Images

Seine aggressive Spielweise hat ihm den Spitznamen «El Carnicero» (der Schlächter) eingebracht. Trotzdem hat er während der WM mehr Scorerpunkte (2) als Karten (1) gesammelt.

Nicolas Tagliafico (33, Abwehr), Olympique Lyon

Nicolas Tagliafico ist künstlerisch begabt.
Foto: Getty Images

Zeigt sich mit seiner Freundin, Fitness-Influencerin Caro Calvagni, und seinen beiden französischen Bulldoggen Galo und Pepu regelmässig in eigenen Livestreams. Sein grosses Hobby: Zeichnen.

Leandro Paredes (32, Mittelfeld), Boca Juniors

Leandro Paredes spielt gern Padel.
Foto: Toto Marti

Ist laut Ex-Teamkollege Paulo Dybala der beste Padel-Spieler innerhalb des argentinischen Teams. Gilt als wichtiger Führungsspieler.

Rodrigo De Paul (32, Mittelfeld), Inter Miami

Rodrigo De Paul ist auf dem Platz der Leibwächter von Lionel Messi.
Foto: Getty Images

In der Nationalmannschaft und beim Klub der Leibwächter von Messi. Bezeichnet sich selbst als Modefanatiker und ist mit einer argentinischen Sängerin verheiratet.

Enzo Fernandez (25, Mittelfeld), Chelsea

Enzo Fernandez erzielte das entscheidende Tor im Halbfinal.
Foto: AFP

Mit einer Ablöse von 121 Millionen Euro der teuerste Argentinier der Geschichte. Nach dem Gewinn der Copa 2024 tauchte er in einem Video mit rassistischen Gesängen über französische Nationalspieler auf.

Alexis Mac Allister (27, Mittelfeld), Liverpool

Alexis Mac Allister traf gegen die Schweiz zum 1:0.
Foto: Toto Marti

Auch seine beiden Brüder Kevin (Saint-Gilloise) und Francis (La Serena) sind Profifussballer. Ist ein grosser Fan von Tattoos und führt gern Tagebuch.

Lionel Messi (39, Sturm), Inter Miami

Lionel Messi jagt seinen zweiten WM-Titel.
Foto: Getty Images

2016 wurden er und sein Vater in drei Fällen wegen Steuerbetrugs als schuldig befunden. Die Strafe: 1,7 Millionen Euro Busse und eine Gefängnisstrafe von 21 Monaten auf Bewährung.

Julian Alvarez (26, Sturm), Atlético Madrid

Julian Alvarez ist als Einziger nicht tätowiert.
Foto: Toto Marti

Als Kind sagte ihm sein Vater: «Keine Zigaretten, kein Alkohol, keine Tattoos.» Im Weltmeister-Kader 2022 war «El Araña» (die Spinne) darum der einzige Spieler ohne Körperkunst.

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