Fabienne Gyr erhält den Vorzug
SRF sägt Sascha Ruefer als Schwing-Moderator ab

Beim SRF hat ein gravierender Umschwung stattgefunden. Der Hauptbetroffene ist Sascha Ruefer.
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Fussball-Spezialist Sascha Ruefer hat sich seit dem Eidgenössischen in Burgdorf 2013 auch als Schwing-Moderator einen Namen gemacht.
Foto: Keystone

Darum gehts

  • SRF ersetzt Sascha Ruefer (54) durch Fabienne Gyr (38)
  • Strategische Überlegungen führten laut SRF-Sprecher zu der Rochade
  • Schwingfeste bis 2031 immer Ende August geplant
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Marcel W. PerrenReporter Sport

Wo ist Sascha Ruefer (54)? Diese Frage haben sich Anfang September zahlreiche TV-Zuschauer während der SRF-Übertragung des Kilchberg-Schwingets gestellt. Schliesslich hat sich die Stimme der Schweizer Fussball-Nati in den letzten Jahren auch als Moderator der Eidgenössischen Schwing-Anlässe einen Namen gemacht.

Beim letzten ESAF in Mollis GL ist er nicht als Schönredner aufgefallen, Ruefer hat zusammen mit den Berner Königen Christian Stucki (41) und Matthias Sempach (40) viele umstrittene Entscheidungen mit kritischer Distanz aufgearbeitet. Doch in Kilchberg moderierte anstelle des gebürtigen Grenchners plötzlich die Zentralschweizerin Fabienne Gyr (38).

Grosser Unterschied

Die ehemalige Miss-Schweiz-Kandidatin hat diese Aufgabe – im wahrsten Sinne des Wortes – brav erledigt. Im Gegensatz zum bissigen Ruefer wirkt Gyr, die beim SRF auch das «Sportpanorama» und den «Samschtig-Jass» moderiert, am Sägemehlrand wie eine PR-Managerin vom Eidgenössischen Schwingerverband.

Während auf der Zuschauertribüne und in den TV-Stuben kontrovers über die Leistung der Herren in der Einteilung diskutiert wurde, hat Gyr dieses Thema unkritisch abgearbeitet. Sie hat den äusserst kompetenten Experten Christian Schuler kein einziges Mal mit einer richtig heissen Frage lanciert.

Auch das enttäuschende Abschneiden der Berner wurde nicht wirklich hinterfragt. Stattdessen wurde viel gelacht und immer wieder darauf hingewiesen, wie fair man im Schwingsport miteinander umgeht.

Die offizielle Erklärung

Aber warum hat Ruefer beim jüngsten eidgenössischen Kräftemessen nicht moderiert? Die Antwort: Der 54-Jährige wurde von seinen Chefs regelrecht «abgeschlunggt», also aus dem Weg geräumt. Ruefer wollte nach Mollis als Präsentator der grossen Schwingfeste im SRF weitermachen, doch dann haben sich seine Chefs für Gyr entschieden.

«Ausschlaggebend für diesen Entscheid waren Überlegungen zur personellen Planung und zum Einsatz der verfügbaren Ressourcen», erklärt SRF-Mediensprecher Roger Muntwyler.

«Sascha Ruefer war aufgrund seiner vielfältigen Aufgaben, unter anderem rund um die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, in den letzten Jahren nur vereinzelt als Moderator bei Schwingfesten im Einsatz. Zudem ist Fabienne Gyr durch ihre Tätigkeit beim «Schwingklub – der Talk» und ihre enge Begleitung des Schwingsports während der gesamten Saison bestens mit der Schwingmaterie vertraut», ergänzt Muntwyler.

Ruefers Reaktion

Fakt ist aber auch, dass die eidgenössischen Anlässe bis ins Jahr 2031 ausnahmslos in der letzten Augustwoche ausgetragen werden. Und in dieser Zeit werden garantiert keine Fussball-Länderspiele auf dem Programm stehen. «Man wollte auf dieser Position unbedingt eine Frau haben», sagt ein SRF-Insider zu Blick.

Sascha Ruefer verhält sich in dieser Angelegenheit auf jeden Fall wie ein Gentleman: «Mein Job ist kein Wunschkonzert. Das SRF hat Gründe für diese Entscheidung. Das habe ich zu akzeptieren. Fabienne erhält meine volle Unterstützung.»

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