VA Medvedev Peking Disqualifikation
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Schuss ins Auge:Medwedew verletzt Zuschauer nach Frust-Schlag

In Peking disqualifiziert
Jetzt spricht Tennis-Star nach Mega-Eklat gegen Djokovic

Daniil Medwedew wird in Peking beim Match gegen Novak Djokovic disqualifiziert. Der Russe schlägt einem Zuschauer den Ball ins Gesicht. Djokovic steht somit im Final der China Open.
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Daniil Medwedew wird an den China Open disqualifiziert.
Foto: Jessica Lee

Darum gehts

  • Daniil Medwedew wird an den China Open disqualifiziert
  • Der Russe trifft einen Fan mit einem Ballwurf im Gesicht
  • Novak Djokovic steht somit in Peking im Final
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Manuela BiglerRedaktorin Sport-Desk & Respeakerin

Novak Djokovic (39, ATP 11) steht bei den China Open im Peking im Final. Obwohl der Serbe nach einem intensiven ersten Durchgang im zweiten Satz 7:5, 5:3 in Führung lag und somit bereits klar auf Finalkurs war, führte nicht nur seine sportliche Leistung zur Qualifikation für das Endspiel.

Denn sein Gegner Daniil Medwedew (30, ATP 5) sorgt in der Partie für einen Eklat. Nach einem Punktgewinn für Djokovic fliegt der Ball am Russen vorbei und prallt von der Bande zurück. Frustriert schlägt Medwedew den Ball in Richtung des Publikums und trifft einen Zuschauer im Gesicht. Der Mann muss mit sichtlichen Schmerzen von einer Begleitung aus dem Stadion geführt werden.

Medwedew hebt nur kurz die Hand, um sich zu entschuldigen. Kurz darauf eilt der Schiedsrichter herbei und diskutiert mit dem 30-Jährigen, der danach seine Sachen zusammenpacken muss. Denn Medwedew wird für das Vergehen disqualifiziert – eine hohe Geldstrafe dürfte folgen.

«Es war hundertprozentig ein Unfall»

In der Mixed Zone entschuldigt sich Medwedew einige Zeit später für den Vorfall. «Es tut mir unendlich Leid für den Zuschauer. Ich werde versuchen, mit ihm Kontakt aufzunehmen, wenn er das möchte, um mich persönlich bei ihm zu entschuldigen», zeigt der Russe hinterher Reue.

Medwedew betont, dass es auf keinen Fall Absicht war. «Es war hundertprozentig ein Unfall. Man kann sehen, dass ich den Ball nicht aus Wut weggeschlagen habe», so die Weltnummer 5. Der Ball sei zurückgeprallt, er habe versucht ihn einfach irgendwohin zu schlagen, damit er nicht aus dem Spielfeld fliege. «Als ich sah, was passiert ist, fühlte ich mich schrecklich. Ich war meines Wissens noch nie nur annähernd in einer solchen Situationen. Ich hoffe, dass es ihm gut geht – das ist das Wichtigste», gibt Medwedew Einblick in seine Gefühlswelt. Er hoffe, dass er den getroffenen Mann treffen und es irgendwie wiedergutmachen kann.

Auch Gegner Djokovic schon mal für Ballwurf disqualifiziert

Nach der Partie äusserte sich bereits Medwedews Gegner Djokovic. «Ich hoffe, der Fan ist nicht ernsthaft verletzt. Und Daniil tut mir auch leid, weil ich genau weiss, wie es sich anfühlt, disqualifiziert zu werden», sagt der Serbe, der bei den US Open 2020 für ein ähnliches Vergehen disqualifiziert worden war. Er traf damals eine Linienrichterin mit einem Ball.

Er habe im Turnier aber «sehr harte Matches gespielt». «Das macht den Einzug in den Final umso schöner», so Djokovic. Am Dienstag greift der 39-Jährige nun gegen den Australier Alex de Minaur (27, ATP 10), der seinerseits von der Aufgabe des Polen Hubert Hurkacz (29, ATP 34) beim Stand von 6:4, 3:2 profitierte, nach seinem siebten Titel in Peking.

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