Es ist ein Tennis-Krimi, den Carlos Alcaraz (ATP 3) und Ben Shelton (ATP 9) bis tief in die Nacht in New York bieten. Mit dem besseren Ende für den US-Amerikaner. Nach fünf Sätzen setzt sich Shelton im Champions-Tie-Break mit 10:7 durch (6:7, 6:1, 6:3, 1:6, 7:6). Da ist es in New York kurz nach halb vier Morgens.
Diese Partie hat alles zu bieten. Die beiden Top-Spieler zeigen einen spektakulären Ballwechsel nach dem anderen. Alcaraz hat derweil noch anders zu kämpfen, TV-Bilder zeigen, wie der Spanier in einer Pause in sein Handtuch erbricht. Kurz später schickt er den Kameramann wütend weg. Am Ende muss sich der siebenfache Grand-Slam-Sieger geschlagen geben. Für Shelton lebt die Hoffnung auf den ersten US-Open-Titel weiter. Im Halbfinal kommt es zum Duell der Lokalmatadoren.
Tiafoe kommt zurück
Frances Tiafoe (ATP 12) gerät im Viertelfinal der US Open gegen Alex Michelsen zuerst mit zwei Sätzen in Rückstand. Dann dreht der Amerikaner auf und erzwingt dank einem 7:5 und einem 6:3 den fünften Entscheidungssatz.
Dort wirds dann ganz dramatisch. Erst führt Michelsen 3:0, dann kommt Tiafoe wieder zurück. Am Ende gehts ins Champions-Tie-Break, wo Tiafoe schliesslich mit 10:6 gewinnt und nach vier Stunden und 38 Minuten eine Runde weiterzieht. Nach der Partie weint der 22-jährige Michelsen, der unter anderem einen Matchball vergibt, bittere Tränen. Tiafoe trifft im Halbfinal auf Ben Shelton.
Auf Pegula wartet Angstgegnerin
Bei den Frauen folgt Jessica Pegula Aryna Sabalenka in den Halbfinal. Die US-Amerikanerin gewinnt gegen Landsfrau Emma Navarro in drei Sätzen. Zum dritten Mal in Serie zieht Pegula damit in den Halbfinal der US Open ein.
Jetzt wartet die Angstgegnerin. Gegen Sabalenka flog Pegula die letzten zwei Mal raus. Vergangenes Jahr im Halbfinal, ein Jahr zuvor im Endspiel.