Luxusobjekt mit einem Haken
19-Millionen-Chalet kommt im Wallis unter den Hammer

Das Chalet Seven in Crans-Montana VS kommt am Dienstag unter den Hammer. In der Vergangenheit tauchte das Luxuschalet mehrfach in globalen Toplisten auf. Doch es gibt einen Haken, der zu einem Preisabschlag von 30 Prozent führt.
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Das Chalet Seven in Crans-Montana wird heute versteigert.
Foto: Chalet Seven

Darum gehts

  • Luxuschalet Seven in Crans-Montana wird am Dienstag zwangsversteigert
  • Schätzwert liegt bei 18,9 Mio. Franken wegen 30 Prozent Abschlag
  • Wohnfläche 1300 Quadratmeter, 12 Schlafzimmer, wöchentliche Miete ab 80'000 Franken
martin schmidt
Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Ein solches Luxusobjekt kommt nicht alle Tage unter den Hammer: Am Dienstagnachmittag wird auf dem Betreibungsamt in Siders VS das Chalet Seven in Crans-Montana VS zwangsversteigert. Das Objekt wurde auf Luxusreiseportalen mehrfach zu den exklusivsten Luxuschalets der Welt gezählt und taucht in globalen Top-10- und Top-20-Listen auf. Wer mitbieten will, benötigt ein entsprechend grosses Portemonnaie.

Die Immobilienberatungsfirma Wüest Partner schätzt das riesige Chalet in einem Gutachten nach objektiven Kriterien eigentlich auf 27 Millionen Franken – mit einem grossen Aber: Unter den gegebenen Umständen müsse mit einem Abschlag von 30 Prozent gerechnet werden. Das entspricht noch einem Schätzwert von 18,9 Millionen Franken.

Grosses Spa, Heimkino und zwölf Schlafzimmer

Das Problem: Das Luxuschalet verfügt über eine Wohnfläche von rund 1300 Quadratmetern. Gemäss Lex Koller ist es damit viel zu gross, als dass es von einem Ausländer als Ferienhaus gekauft werden kann. Ein ausländischer Käufer müsste seinen Wohnsitz nach Crans-Montana verlegen. Damit schrumpft die potenzielle Käufergruppe massiv zusammen – und senkt so den Preis.

Wer das nötige Kleingeld hat, darf sich über zahlreiche Annehmlichkeiten auf fünf Etagen freuen: Mit seinen zwölf Schlafzimmern, die alle über ein eigenes Bad verfügen, bietet es Platz für zwei Dutzend Personen. Für Entspannung sorgt ein grosser Spabereich samt Dampfbad, Steinsauna, Schneebecken und Aussenjacuzzi. Der Speisesaal ist auf rund 30 Personen ausgelegt. Die riesige Lounge auf der zweiten Etage verfügt über einen grossen Designerkamin.

Weitere Annehmlichkeiten: Fitnessstudio, Heimkino, Personalzimmer, grosser Weinkeller sowie ein Spiel- und Partyraum. Hinzu kommen gut 400 Quadratmeter Terrassenfläche. Die Garage zählt sieben Einstellplätze.

Hotelbetrieb des Chalets ging pleite

Der britische Investor Michael Cooper (63) hat beim Bau mit der grossen Kelle angerührt. Die Fassadenverkleidung besteht aus 200-jährigem Holz und grossflächig eingesetzten Steinelementen. Innen wurden ausgewählte Wände mit einem seltenen Besatz aus echten Austernschalen verkleidet.

Das Chalet Seven kann von den künftigen Eigentümern als Ferienhaus genutzt werden, aber auch als Hotel, da es vollständig für diesen Zweck geplant und ausgestattet wurde. Auf Luxusportalen ist es nach wie vor zur Vermietung ausgeschrieben. Gäste legen für eine Woche mindestens 80'000 Franken auf den Tisch. An einem rentablen Betrieb ist es jedoch bereits einmal gescheitert: So ist die anfängliche Betreibergesellschaft mit Cooper als Geschäftsführer Anfang 2026 pleitegegangen.

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