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VR-Präsident Colm Kelleher über CS-Untergang:«Jahrelange strategische Fehler»

Redner empört
«Ich gehöre zu den geprellten Ex-CS-Aktionären»

Um 10.30 Uhr trafen sich die Aktionäre der UBS zur diesjährigen Generalversammlung der Grossbank. Blick war live vor Ort, um die Stimmung auszuloten. Gesprächsstoff gibt es einigen: Aktie unter Druck, mehr Kapital oder der Lohn von Sergio Ermotti.
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UBS-Präsident Colm Kelleher spricht von einem «entscheidenden Jahr für die UBS».
Foto: Stefan Bohrer

Darum gehts

  • UBS-Aktionäre unzufrieden vor Generalversammlung 2025 wegen Wertverlust und Diskussionen
  • Integration der Credit Suisse verläuft reibungslos, Ermotti erhält Millionengehalt
  • Ethos empfiehlt Ablehnung von Vergütungen, Aktienrückkaufprogramm und Nachhaltigkeitsbericht

Die Stimmung unter den UBS-Aktionären dürfte auch schon besser gewesen sein als vor der Generalversammlung 2025. In den letzten Tagen gehörte die Bank zu den grössten Verliererinnen des Zoll-Crashs an den Weltbörsen: Seit Anfang Jahr haben die UBS-Titel über einen Fünftel an Wert verloren. Da dürfte auch die für Donnerstag zu erwartende Erholung kaum für eine allzu grosse Stimmungsaufhellung sorgen.

Denn auch ganz ohne Zollzampano Donald Trump (78) ist die Aktie unter Druck, die Diskussionen um mehr Kapital oder einen Wegzug aus der Schweiz belasten. Da gerät in den Hintergrund, dass die Integration der Credit Suisse bis jetzt reibungslos verläuft. Dafür wurde Konzernchef Sergio Ermotti (64) mit einem Salär von 14,9 Millionen Franken belohnt.

Diskussion um Aktienrückkäufe

Das passt der Aktionärsvereinigung Ethos gar nicht. Sie empfiehlt den Aktionären, die Vergütungen, das Aktienrückkaufprogramm und den Nachhaltigkeitsbericht abzulehnen. «Die Vergütungen der UBS-Leitungsgremien sind im Vergleich mit europäischen Finanzinstituten zu hoch», heisst es in einer Mitteilung im Vorfeld der GV. Spannend dürfte nicht nur die Diskussion über den Vergütungsbericht, sondern auch über den Nachhaltigkeitsbericht werden.

Zudem dürfte das letzte Traktandum der GV – die Genehmigung eines neuen Aktienrückkaufprogramms – viel zu reden geben. Aktienrückkäufe sind zwar gut aus Sicht der Aktionäre, aber weniger für die Schweiz, da die volle Ausschöpfung des Programms an keine allzu scharfe Erhöhung des UBS-Kapitals geknüpft ist.

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