Darum gehts
- Slavisa Jokanovic wird neuer Trainer des FC Basel, Vertrag bis 2027
- Schwerpunkt liegt auf Arbeit und defensive Stabilität
- FCB ist Jokanovics zehnte Station
Slavisa Jokanovic (58) macht in Basel das Stängeli voll: Die Schweiz ist bereits das zehnte Land, in dem er an der Seitenlinie stehen wird. «Das gehört zu meinem Lifestyle. In dieser Hinsicht bin ich sehr reich an Erfahrungen. Deshalb bin ich überzeugt, dass ich mich schnell in Basel zurechtfinden werde und bereit für die Arbeit bin», betont der neue FCB-Trainer.
Schnelles Einleben ist auch gefragt – trotz langer Nati-Pause. Jokanovics erste Stunden am Rheinknie sind eng getaktet: Am Montagabend ist er in der Stadt angekommen, am Dienstagvormittag folgte sein erster Auftritt an der Pressekonferenz, ehe am Nachmittag die erste Einheit mit seiner neuen Mannschaft anstand.
Wie schon unter Lichtsteiner bleibt Englisch die Trainingssprache. Eine Sprache, die Jokanovic neben Spanisch und Serbisch – und im Gegensatz zu Deutsch – bestens beherrscht. «Ich kenne nur ein paar Wörter auf Deutsch: Guten Tag, guten Abend, guten Morgen. Das reicht für den ersten Tag», scherzt er. Priorität habe nun aber nicht das Lernen der Sprache, sondern die Arbeit auf dem Grün.
Der Wunsch von Jokanovic
Jokanovic ist voller Tatendrang. Nur zu genau weiss der Serbe und frühere jugoslawische Nationalspieler, was er will – das hat auch der Klub in den Verhandlungen zu spüren bekommen: «Der Klub wollte mir einen längeren Vertrag anbieten. Mein Wunsch war es aber, dass wir uns zunächst gegenseitig kennenlernen und schauen, ob es für beide Seiten passt.»
Damit waren der Technische Direktor Andreas Herrmann (35) sowie die weiteren Entscheidungsträger beim FCB einverstanden. Aus diesem Grund ist Jokanovics Vertrag erst einmal bis zum 30. Juni 2027 gültig. «Wenn alle zufrieden sind, wenn die Fans zufrieden sind und ich Freude an meiner Arbeit habe, dann bin ich auch bereit, viele Jahre bei diesem Klub zu bleiben.» Eine Entscheidung darüber, wie es weitergeht, soll im idealen Fall im Frühling gefällt werden.
«Kein Politiker, sondern Fussballtrainer»
Jokanovic hat auch in anderen Punkten eine klare Meinung – etwa bezüglich Xherdan Shaqiri (34): «Im Moment ist es eher der Klub von Shaqiri als meiner. Ich erwarte eine gute Zusammenarbeit und dass er sich selbst antreibt, um eine wichtige Rolle in der Mannschaft zu übernehmen.»
Oder auch zu seinem Engagement in Russland, wo er unmittelbar nach Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine bei Dynamo Moskau unterschrieb: «Ich bin kein Politiker, sondern Fussballtrainer. Wenn Sie über Politik sprechen wollen, können wir auch über meine Zeit in Dubai oder in Israel sprechen. Auch da gäbe es Dinge zu besprechen. Aber ich bin hierhergekommen, um im Fussball zu arbeiten. Und das Wichtigste ist, dass die Leute im Umfeld mit meiner Arbeit zufrieden sind.»
Keine besonderen Versprechungen
Und Jokanovic ist überzeugt davon, dass er das Ruder in Basel herumreissen wird: «Ich hoffe und glaube, dass ich erfolgreich sein werde.» Passend dazu hat er sich auch eine Meisterprämie in den Vertrag schreiben lassen.
Wie er sich seinen FC Basel vorstellt? «Wir müssen zunächst vor allem defensiv besser stehen. Wir wollen eine klare Spielidee entwickeln, mit mehr Aggressivität und Solidarität. Wir müssen mit mehr Entschlossenheit für unser Wappen spielen.»
Auf grosse Versprechungen verzichtet er aber: «Einen garantierten Erfolg gibt es nicht. Was ich aber garantieren kann, ist harte Arbeit. Genauso wie die Tatsache, dass wir unsere Arbeitsweise verbessern und als Team kämpfen werden.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 10 | 24 | 28 | |
2 | BSC Young Boys | 10 | 15 | 22 | |
3 | FC Sion | 10 | 6 | 19 | |
4 | FC St. Gallen | 10 | -2 | 16 | |
5 | FC Zürich | 10 | -4 | 14 | |
6 | Servette FC | 10 | 1 | 13 | |
7 | FC Basel | 10 | -3 | 13 | |
8 | FC Luzern | 10 | -5 | 12 | |
9 | FC Thun | 10 | -10 | 10 | |
10 | FC Vaduz | 10 | 0 | 9 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 10 | -13 | 8 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 10 | -9 | 6 |