An den Medienkonferenzen des Bundesrats zur Lage in der Corona-Krise ist Daniel Koch gesetzt – links oder rechts neben Gesundheitsminister Alain Berset. Von hagerer Statur, mit kahlem Kopf, immer gepflegt, mit nicht allzu modischer Krawatte. Als Delegierter des Bundesamts für Gesundheit für Covid-19 begründet Koch, was Berset und die übrigen Bundesräte beschlossen haben. Er hetzt rastlos von Termin zu Termin, von Auftritt zu Auftritt. Jedes Mal verkündet er den aktuellen Gesundheitszustand der Schweiz: die Zahlen von Infizierten, Getesteten und Toten. Ob er selbst schon auf Corona getestet worden sei, will Koch für sich behalten.
Was macht Daniel Koch an Ostern? «Nichts, möglichst nichts!», sagt der studierte Mediziner und einstige Mitarbeiter des IKRK. Was nicht heisst, dass auch im Bundeshaus völlige Ruhe einkehrt. Das Bundesamt für Gesundheit werde die Aktivitäten herunterfahren. Koch wird die Entwicklung der Zahlen natürlich weiterverfolgen – «wie so oft im Homeoffice».
Hat der Coiffeur geschlossen, kriegen wir etwas unordentliche Frisuren; bleibt das Restaurant zu, fällt das feine Essen mit Freunden ins Wasser. Für die Unternehmer ist diese Situation schlimm, zumindest kurzfristig aber überleben wir diese Einschränkungen. In anderen Branchen ist Dichtmachen dagegen keine Option: Würden die Ärztinnen, Bauern oder Güselfrauen ihre Arbeit einstellen, hätten wir alle ein ernsthaftes Problem. Hier erzählen einige von ihnen, wie sie die Corona-Krise erleben. Camilla Alabor
Hat der Coiffeur geschlossen, kriegen wir etwas unordentliche Frisuren; bleibt das Restaurant zu, fällt das feine Essen mit Freunden ins Wasser. Für die Unternehmer ist diese Situation schlimm, zumindest kurzfristig aber überleben wir diese Einschränkungen. In anderen Branchen ist Dichtmachen dagegen keine Option: Würden die Ärztinnen, Bauern oder Güselfrauen ihre Arbeit einstellen, hätten wir alle ein ernsthaftes Problem. Hier erzählen einige von ihnen, wie sie die Corona-Krise erleben. Camilla Alabor
«Restez à la maison»: Er wird eine seiner erwachsenen Töchter sehen und nachholen, was im Haushalt liegen geblieben ist. Koch lebt alleine, er freut sich auf einen Spaziergang mit seinen drei Hunden, die leider oft im Hundeheim warten müssen. Die Bilanz der letzten Wochen? Das Positivste ist laut Koch, dass die Bevölkerung weitgehend den einschneidenden Massnahmen der Regierung gefolgt sei. Persönlich? «Ich werde oft auf der Strasse angesprochen und man gratuliert mir.» Morgen, am Ostermontag, feiert Daniel Koch seinen 65. Geburtstag. Und wird damit nach eigener Definition zur Risikoperson. Happy Birthday, Mr. Corona!